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vom 27.12.2018, aktuelle Version,

Pfarrkirche Gilgenberg

Pfarrkirche hl. Ägidius in Gilgenberg am Weilhart

Die Pfarrkirche Gilgenberg steht im Ort Gilgenberg in der Gemeinde Gilgenberg am Weilhart in Oberösterreich. Die römisch-katholische Pfarrkirche hl. Ägidius gehört zum Dekanat Braunau in der Diözese Linz. Die Kirche und der Friedhof stehen unter Denkmalschutz.

Geschichte

Eine Kirche wurde um 1195 urkundlich genannt. Das 1466 geweihte Langhaus wurde mit Lienhart Zachenperger erbaut. Der Chor wurde 1473 geweiht. Der barocke Turm wurde von 1698 bis 1708 erbaut.

Architektur

Der spätgotische dreischiffige dreijochige Hallenbau als Tuffquaderbau hat ein fast quadratisches Langhaus als Vierstützenbau. Unter dem Gesims ist ein Sgraffitomaßwerkfries. Das Mittelschiff ist sternrippengewölbt und die Seitenschiffe sind netzrippengewölbt. Das östliche Mittelschiffjoch wurde beim Bau des Chores trapezförmig verbreitert. Der zweijochige sternrippengewölbte Chor ist breiter als das Mittelschiff und hat Maßwerkfenster und einen Dreiachtelschluss. Die vierjochige Westempore mit Kielbogenarkade steht auf einem Kreuz- und Netzrippengewölbe. Der Westturm hat einen hohen achtseitigen Aufsatz und eine Spitzhelm aus 1857. Die Sakristei ist netzrippengewölbt. Die Portaltüren und die Sakristeitür haben gotische Beschläge.

Am äußeren Chorhaupt ist eine figurale Darstellung Ölberg um 1694. Auch am Chorhaupt ist eine Rotmarmorplatte 1469 des Baumeisters der Kirche Lienhart Zachenperger mit dem Meisterzeichen.

An der Südseite der Kirche ist ein zweijochiges sternrippengewölbtes Beinhaus angebaut.

Der Kirchturm hat eine Höhe von 74 Meter.

Ausstattung

Der Hochaltar und die Seitenaltäre sind von 1665. Den Hochaltar baute der Bildhauer Balthasar Mayr aus Burghausen. Das Hochaltarbild malte J. Geiger (1745). Das Oberbild malte Johann Miller (1665) aus Burghausen. Die Seitenaltäre sind von den gleichen Meistern. Der rechte Seitenaltar trägt die Statue hl. Sebastian aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und einem geschnitzten Baldachin von Johann Georg Lindt.[1]

Im Langhaus gibt eine gotische Figur des heiligen Leonhard, die um 1520/1530 datiert wird. Am Fronbogen ist die Figur Immaculata aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Apostelbilder malte Clemens della Croce (1815).

Literatur

  • Gilgenberg, Pfarrkirche hl. Ägidius. S. 89. In: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Oberösterreich. Von Erwin Hainisch, Neubearbeitet von Kurt Woisetschläger, Vorworte zur 3. Auflage (1958) und 4. Auflage (1960) von Walter Frodl, Sechste Auflage, Verlag Anton Schroll & Co., Wien 1977.

Einzelnachweise

  1. Johann Georg Lindt. Abgerufen am 8. November 2018.