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vom 16.05.2017, aktuelle Version,

Pfarrkirche Großhöflein

Kath. Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer in Großhöflein

Die römisch-katholische Pfarrkirche Großhöflein steht im nördlichen Ortsteil der Marktgemeinde Großhöflein im Burgenland. Die Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer gehört zum Dekanat Eisenstadt in der Diözese Eisenstadt. Die Kirche steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

Eine vorreformatorische Pfarre wurde 1529 urkundlich genannt. Die Kirche war zeitweise evangelisch und 1636 wieder katholisch. Laut Inschrift wurde die Kirche 1669 mit einem Sanctuarium und einer Sakristei erweitert und geweiht. 1675 wurde der Turm angebaut. Die Empore wurde im 17. Jahrhundert eingezogen. Die Kirche wurde nach 1683 und nach einem Brand 1732 wiederhergestellt. 1968 war eine Außenrestaurierung, 1974/1975 eine Innenrestaurierung.

Architektur

Der spätgotische bemerkenswert große Kirchenbau mit einem Westturm hat einen Chor mit einem Dreiachtelschluss. Der vorgelagerte viergeschossige Turm mit einer Lisenengliederung trägt einen Spitzhelm mit einem darunterliegenden Balkon mit einer Dockenbalustrade. Das Portal ist im Sturz mit 1673 bezeichnet und zeigt im Segmentgiebel einen Cherubskopf. Darüber in einer Nische mit Strahlenkranz und einer Inschrift die Steinfigur Johannes der Täufer. Das Kirchenschiff hat einstufige Strebepfeiler mit Wimpergen und an der Stirnseite eines südlichen Strebepfeilers die Angaben 1641, 1649. Auch der Chor hat einstufige Strebepfeiler.

Das dreijochige Langhaus hat ein spätgotisches Netzrippengewölbe auf wappenförmigen Konsolen. Die dreiachsige Westempore hat ein Kreuzgratgewölbe. Ein breiter spitzbogiger Triumphbogen mit Pilastern verbindet das gotische Kirchenschiff mit dem gleich breiten frühbarocken dreijochigen Chor mit einem Stichkappentonnengewölbe. Über der Apsis sind drei Stichkappen. Im mittleren Chorjoch ist zu beiden Seiten je eine rundbogige Nische mit Stuckdekor. Die nördliche Nische zeigt Malereireste aus dem 18. Jahrhundert mit Putti.

Ausstattung

Der Hochaltar aus der Mitte des 18. Jahrhunderts ist ein Säulenaltar mit zurückspringenden Seitenteilen, hat eine tiefe Nische und einen baldachinartigen Aufsatz. In der Nische ist eine Figur Maria als Eisenstädter Gnadenbild. Seitlich sind die Figuren Peter und Paul, Johannes der Täufer und Joseph und im Aufsatz Engel und Auge Gottes.

Eine Glocke ist mit Johann Georg Koechel Oedenburg 1772 bezeichnet.

Literatur

  • Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Burgenland 1976. Großhöflein, Kath. Pfarrkirche hl. Johannes d. T., S. 110–111.
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