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vom 07.04.2018, aktuelle Version,

Pfarrkirche Königswiesen

Katholische Pfarrkirche in Königswiesen
Kircheninnenraum mit Schlingrippengewölbe

Die römisch-katholische Pfarrkirche Königswiesen steht in der Marktgemeinde Königswiesen im Bezirk Freistadt in Oberösterreich. Die auf das Fest Mariä Himmelfahrt geweihte Pfarrkirche gehört zum Dekanat Unterweißenbach in der Diözese Linz. Die Kirche steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

Die Marienkirche geht auf das 12. Jahrhundert zurück.

Architektur

Die Kirche ist mit einem Schlingrippengewölbe ausgestattet, das als kunstgeschichtliche Rarität – nur wenige Pendants aufweist (u. a. auch noch in der Stadtpfarrkirche Freistadt in Oberösterreich, in der St.-Annen-Kirche in Sachsen und in der ehemaligen Pfarrkirche Leoben-Göß in der Steiermark). Das Schlingrippengewölbe gilt als höchster Ausdruck der Baukunst der Spätgotik und wurde in Königswiesen unter höchstem planerischen Aufwand 1520 zur Abstützung der Dachkonstruktion eingesetzt. Der Bau des Gewölbes soll sieben bis neun Jahre gedauert haben, da jede der einzelnen Rippen mit individuell bearbeiteten Steinen – wie für die Matrix eines Mosaiks – bearbeitet werden musste. Die Konstruktion wird der Bauhütte des Freistädter Steinmetzmeisters Mathes Klayndl zugeschrieben. Die Besonderheit dieser Rippenarchitektur besteht in ihrer ornamentalen Form – die Rippen „schlängeln“ sich richtiggehend über das Gewölbe, bilden asymmetrische Flächen und stützen auf höchst ausgeklügelte Weise die Gewölbebögen ab.

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