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vom 17.11.2016, aktuelle Version,

Pfarrkirche Lambrechten

Kath. Pfarrkirche hl. Lambert in Lambrechten

Die Pfarrkirche Lambrechten steht in der Gemeinde Lambrechten in Oberösterreich. Die römisch-katholische Pfarrkirche hl. Lambert - dem Stift Reichersberg inkorporiert - gehört zum Dekanat Altheim in der Diözese Linz. Die Kirche steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

Eine Kirche wurde um 1111 urkundlich genannt. Die Kirche wurde von 1724 bis 1726 mit Abt Herculan Kalchgruber von Reichersberg erbaut. Der Turm wurde 1912 erbaut.

Architektur

Die große Saalkirche mit Doppelwandpilastern hat ein einschiffiges dreijochiges Langhaus mit einem Stichkappentonnengewölbe und einen eingezogenen einjochigen Chor mit einem Tonnengewölbe mit einem Halbkreisschluss mit einer Halbkuppel. Die Westempore hat zwei Geschosse. Der Westturm mit einem geschwungenen Helm mit Laterne wurde 1912 erbaut.

Ausstattung

Der Hochaltar um 1760 im Kern mit älteren Teilen wurde 1856 renoviert. Das Altarbild ist aus 1870. An den Seiten des Tabernakels sind zwei Büsten Peter und Paul aus dem dritten Viertel des 18. Jahrhunderts und auf dem Tabernakel eine Statue Immaculata aus dem zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts. Der linke Seitenaltar hl. Leonhard aus dem zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts hat ein Altarbild vom Maler Doblhammer (1852). Der rechte Seitenaltar hl. Florian entstand um 1726. Die Aufsatzfigur Michael des rechten Seitenaltars und die Leuchterengel der beiden Seitenaltäre schuf Franz Schwanthaler im zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts. Das Vortragskreuz sowie die Figurengruppe Taufe Christi auf dem spätgotischen Taufstein sind vermutlich auch von Franz Schwanthaler. Die Kanzel ist aus 1726. Über der Sakristeitür ist ein Bild Abt Herculan Kalchgruber aus 1726.

Literatur

  • Lambrechten, Pfarrkirche hl. Lambert. S. 154. In: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Oberösterreich. Von Erwin Hainisch, Neubearbeitet von Kurt Woisetschläger, Vorworte zur 3. Auflage (1958) und 4. Auflage (1960) von Walter Frodl, Sechste Auflage, Verlag Anton Schroll & Co., Wien 1977.