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vom 21.05.2018, aktuelle Version,

Pfarrkirche Mining

Pfarrkirche Mariä Opferung in Mining

Die Pfarrkirche Mining steht im Ort Mining in der Gemeinde Mining in Oberösterreich. Die römisch-katholische Pfarrkirche Mariä Opferung gehört zum Dekanat Braunau in der Diözese Linz. Kirche und Kirchhof mit Ummauerung stehen unter Denkmalschutz.

Architektur

Die spätgotische Staffelkirche mit Netzrippengewölben hat ein dreischiffiges, dreijochiges Langhaus. Die Seitenschiffe wurden später angebaut. Der zweijochige Chor mit einem Fünfachtelschluss von 1524 hat die Breite des Mittelschiffes. Die hölzerne Westempore im Mittelschiff ist aus der Mitte des 17. Jahrhunderts und zeigt Apostelbilder. Der aus der Längsachse der Kirche nach Süden gerückte Westturm wurde nach dem Brand im Jahr 1567 neu erbaut. Er hat einen achtseitigen Oberbau und einen reichen hohen Zwiebelhelm von 1713. Die Sakristei hat ein Netzrippengewölbe.

Es gibt Grabsteine aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, davon figural, Max Sinzinger gestorben 1508 von Jörg Gartner, Wolfgang Baumgartner gestorben 1517, Wolfgang von Elreching gestorben 1521 von Sigmund Rueder, Peter Baumgartner gestorben 1525 von Stephan Rottaler, Wiegoleus von Elreching gestorben 1561, Wilhelm Freiherr von Lizellburg gestorben 1722 mit Gerippereliefs. Weiters gibt es Grabinschrifttafeln aus glasiertem Ton aus dem 16. bis 18. Jahrhundert.

Die Friedhofsmauer hat eine gotische Keilsteinabdeckung.

Ausstattung

Der Hochaltar trägt eine gotische Statue Maria mit Kind von 1490. Das Fronbogenkreuz ist spätgotisch. Im Chor sind zwei lebensgroße Statuen von Rochus und Sebastian (um 1712/1714) vom Bildhauer Meinrad Guggenbichler und dessen Werkstatt.

Literatur

  • Mining, Pfarrkirche Mariae Opferung. S. 198. In: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Oberösterreich. Von Erwin Hainisch, Neubearbeitet von Kurt Woisetschläger, Vorworte zur 3. Auflage (1958) und 4. Auflage (1960) von Walter Frodl, Sechste Auflage, Verlag Anton Schroll & Co., Wien 1977.