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vom 17.06.2020, aktuelle Version,

Pfarrkirche Tauplitz

Pfarrkirche von Nordwesten

Die Pfarrkirche Tauplitz ist eine römisch-katholische Kirche im Ortszentrum der Gemeinde Tauplitz im Bezirk Liezen in der Steiermark. Sie ist dem Heiligen Kreuz geweiht und bildet mit den Pfarren Bad Mitterndorf und Kumitz einen Pfarrverband im Dekanat Oberes Ennstal – Steirisches Salzkammergut. Die Kirche steht unter Denkmalschutz.[1]

Geschichte

Im Jahr 1752 wurde in Tauplitz eine Missionsstation gegen den Protestantismus errichtet. Ein Neubau erfolgte 1785, die Erhebung zur eigenständigen Pfarre im Jahr 1788. Restauriert wurde die Kirche in den Jahren 1923, 1955 und 1973. Aus Anlass des 200-jährigen Kirchenbestandes erfolgte 1984 unter Pfarrer Anton Decker eine Generalrenovierung und -restaurierung der Kirche.

Kirchenbau

Das Langhaus ist zweijochig und weist Platzlgewölbe zwischen Gurtbögen auf. Diese sind mit Stuckleisten verziert. Der zweijochige Chor ist gegenüber dem Langschiff eingezogen und hat einen geraden Abschluss mit Eckabschrägungen. Er wird von Platzlgewölbe überspannt. An ihn schließt ein niedriger Sakristeianbau an. Das Kirchenschiff schließt eine Westempore ab. Am Westende des Daches erhebt sich ein Dachreiter mit Zwiebelhelm.

Ausstattung

Der 1788 vom Holzbildhauer und Maler Johann Fortschegger erbaute Hochaltar wurde 1891 restauriert und neu vergoldet; angeschafft wurden die Figuren des heiligen Petrus und des heiligen Paulus aus dem Grödnertal . Martin Johann Schmidt (Kremser Schmidt) malte 1787 das hochovale Bild „Christus am Kreuz“.

Die Kanzel von Johann Fortschegger wurde entfernt und die Seitenaltäre 1893 erneuert, wobei man die ursprünglich barocken Statuen überschnitzte. Während die Herz Jesu-Statue aus jüngerer Zeit stammt, stammen das gotische Standkreuz mit Gekreuzigtem sowie die Statuen von Maria und Johannes aus der Zeit zwischen 1440 und 1550. Im Kirchenraum hängen außerdem 15 auf Holztafeln gemalte spätbarock-bäuerliche Kreuzwegbilder eines unbekannt gebliebenen Malers.

Die Orgel wurde 1858 von Franz Hötzel gebaut.

Literatur

  • Kurt Woisetschläger; Peter Krenn; u. a.: Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs: Steiermark, Tauplitz. Verlag Anton Schroll & Co, Wien 1982, S. 554.

Einzelnachweise

  1. Steiermark – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (Memento vom 10. Mai 2016 im Internet Archive). Bundesdenkmalamt, Stand: 28. Juni 2013 (PDF).