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vom 22.03.2018, aktuelle Version,

Prandtauerkirche

Prandtauerkirche am Rathausplatz in St. Pölten

Die Prandtauerkirche ist eine römisch-katholische Rektoratskirche in St. Pölten in Niederösterreich. Die dem Patrozinium Unserer Liebe Frau auf dem Berge Karmel geweihte Kirche gehört zum Dekanat St. Pölten der Diözese St. Pölten. Die ehemalige Klosterkirche eines Karmelitinnenklosters steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

Mit der Errichtung eines Konvents Unbeschuhter Karmelitinnen begann man 1707/1708 nach den Plänen des Ordensarchitekten der Karmeliten, Martin Witwer. Wohl auf Intervention des Kaiserhauses erfolgte mit dem Bildhauer und Baumeister Matthias Steinl eine hochbarocke Überarbeitung der Pläne. Die Bauleitung wurde dem Barockbaumeister Jakob Prandtauer übertragen. 1782 wurden Kloster und Kirche profaniert. 1934 wurde mit dem Architekten Rudolf Wondracek der ursprüngliche Zustand der Kirche wiederhergestellt und 1935 neu geweiht.

Architektur

Der nach Westen orientierte barocke Kirchenbau hat eine markant eingeschwungene Ostfront, welche die Südwestecke des Rathausplatzes der Stadt prägt. Die Klosterkirche bildet den nördlichen Abschluss der Klosteranlage.

Ausstattung

Der Innenraum der Kirche

Der Hochaltar als Säulenretabel, gebaut mit Johann Lucas von Hildebrandt (1712), wurde 1961 aus dem Schloss Harrach in Aschach (Oberösterreich) hierher übertragen. Das Altarblatt mit der Kreuzigung Christi aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts malte vermutlich Giuseppe Ribera, das Auszugsbild Gottvaters mit Heilig-Geist-Taube wurde von Johann Georg Schmidt (1721) gemalt. Die Inschrifttafel nennt Franciscus Antonius Harrach, Fürst Erzbischof von Salzburg. Die Kanzel trägt Brüstungsfiguren der Evangelisten und Apostel von M. Reitstätter-Bolldorf und Adolf Treberer-Treberpurg (1949). Eine Statue der Maria Immaculata entstand in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Vier barocke Apostelbilder zeigen die Apostel Petrus, Judas Thaddäus, Paulus und Matthäus.

Bis 2007 befand sich im Altarraum ein von den Künstlern Manfred Stader und Edgar Müller in Anlehnung an den barocken Stil gemaltes Wandbild, das die damaligen weltlichen und geistlichen Repräsentanten Bundeskanzler Engelbert Dollfuß, Julius Raab und Bischof Michael Memelauer darstellt[1], aus Dankbarkeit für die Rückgabe der Kirche im Jahre 1934. Insbesondere die Darstellung Dollfuß’ sorgte für heftige Diskussionen.[2] Bischof Klaus Küng ließ darauf das Bild entfernen.[3]

Literatur

  Commons: Prandtauerkirche  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Foto des damaligen Altarbildes
  2. Bericht ORF Niederösterreich
  3. Bericht der Diözese St. Pölten