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vom 20.04.2017, aktuelle Version,

Prielschutzhaus

Prielschutzhaus
ÖAV-Schutzhütte Kategorie I
Blick über das Prielschutzhaus zur Warscheneckgruppe
Blick über das Prielschutzhaus zur Warscheneckgruppe
Lage südöstlich des Großen Priels; Oberösterreich; Talort: Hinterstoder
Gebirgsgruppe Totes Gebirge
Geographische Lage: 47° 42′ 17,6″ N, 14° 4′ 55″ O
Höhenlage 1420 m ü. A.
Prielschutzhaus (Oberösterreich)
Prielschutzhaus

Besitzer Sektion TK Linz, ÖAV
Erbaut 1884, 1906
Bautyp Schutzhütte
Übliche Öffnungszeiten Anfang April bis Ende Oktober
Beherbergung 51 Betten, 100 Lager, 20 Notlager
Winterraum 10 Lager
Weblink prielschutzhaus.com
Hüttenverzeichnis ÖAV DAV

Das Prielschutzhaus ist eine Alpenvereinshütte und liegt auf 1420 m ü. A. Höhe im Toten Gebirge. 1884 als Karl-Krahl-Schutzhaus erbaut, bietet es mittlerweile rund 180 Personen (davon 52 Betten) Unterkunft. Als eine der ersten österreichischen Alpenvereinshütten wurde es 1994 mit einer Biokläranlage ausgestattet. Die Hütte wird gern als Basis für alpine Wochen und Kurse benutzt und bietet entsprechende Infrastruktur und Küche.

Geschichte

Als die Besteigung des Großen Priels im 19. Jahrhundert zunehmend populär wurde, diente manchmal eine natürliche Felshöhle unterhalb der Brotfallscharte als Unterstand. Der Wiener Heraldiker Karl Krahl ließ die Höhle im Jahre 1875 mit einer Verschalung samt Tür sowie Bänken und Matratzen versehen und als erste Bergsteiger-Unterkunft ausgestalten. 1884 erbaute die Sektion Windischgarsten des Österreichischen Touristenklubs auf der Oberen Polsteralm ein kleines Schutzhaus, das dem Erschließer der Prielgruppe zu Ehren Karl-Krahl-Schutzhaus genannt wurde und am 18. August 1884 eröffnet wurde. Im Jahre 1904 übernahm die Sektion Linz des ÖTKs das Schutzhaus und erbaute von 1905 bis 1906 das heutige Prielschutzhaus.[1]

Zustieg

Der Zustieg führt von Hinterstoder über den landschaftlich reizvollen Schiederweiher und die sogenannte Polsterlucke in das Talende und dann am Klinserfall vorbei durch Hochwald zur Hütte, die an der Baumgrenze liegt. Die Gehzeit beträgt etwa 3 Stunden.

Tourenmöglichkeiten

Gipfelbesteigungen

  • Großer Priel (2515 m) über Normalweg, Klettersteig oder alpine Kletterrouten
  • Spitzmauer (2446 m) über Normalweg oder Klettersteig
  • Schermberg (2396 m)
  • Temlberg (2331 m)

Nahe der Hütte befindet sich ein neu eingerichtetes und mit Bohrhaken versehenes Sportklettergebiet. Diverse alpine Kletterrouten sind von der Hütte aus erreichbar (zum Beispiel der Kressenberg).

Übergänge zu Nachbarhütten

  • Welser Hütte (1726 m) über Fleischbanksattel (2123 m), Gehzeit: 4½ Stunden
  • Pühringerhütte (1637 m) über Klinserschlucht und Temlbergsattel, Gehzeit: 5½ Stunden
  Commons: Prielschutzhaus  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Sepp Wallner: Der Große Priel. Zum 150. Jahrestag seiner ersten touristischen Ersteigung. In: Oberösterreich. Landschaft, Kultur... Jg. 17 Heft 1/2, 1967, S. 5660 (land-oberoesterreich.gv.at [PDF; abgerufen am 19. April 2017] mit Abbildung der Notunterkunft und einer frühen Aufnahme des Prielschutzhauses).