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vom 22.07.2016, aktuelle Version,

Race across the Alps

Das Race across the Alps (RATA) ist ein dem Extremsport zugeschriebener, einmal jährlich im Sommer ausgetragener Straßen-Radmarathon.

Es ist nach Veranstalterangaben das härteste Eintagesrennen der Welt, wofür zum Beleg Streckenlänge und Höhenmeter angegeben werden könnten. Allerdings handelt es sich bei Radmarathons nach dem Reglement und der Terminologie des Weltradsportverbands UCI nicht um Eintagesrennen im eigentlichen Sinn, sondern um "andere Straßenrennen", wenn nur lizenzierte Radrennfahrer teilnehmen oder um Jedermannrennen, wenn auch Breitensportler teilnehmen.[1]

Geschichte

Ins Leben gerufen wurde die Veranstaltung von Franz Venier, Othmar Peer und Max Wassermann, dem ehemaligen Organisator des Dreiländergiro. Venier, ein bekannter Tiroler Extremsportler, wollte 2000 beweisen, dass es möglich ist, elf Anstiege der Hors Catégorie mit insgesamt 14.535 Höhenmetern innerhalb von 32 Stunden zu erklimmen. Seine Fahrt wurde vom ORF dokumentiert und er erreichte nach rund 27 Stunden das Ziel.

Im Folgejahr kam es darauf hin mit 40 Teilnehmern zur ersten Austragung des RATA. Es hat mittlerweile eine sehr hohe Popularität erlangt, die Teilnehmerzahl übersteigt – auch auf Grund der zahlreichen Höchstschwierigkeiten – in der Regel jedoch nicht 50. RTL Television überträgt das Rennen in Österreich teilweise live. Gleich bei der ersten Austragung des Race across the Alps konnte man einen Überraschungssieger verzeichnen, als sich der Gerrit Glomser den ersten Platz sicherte. Glomser war bis dato lediglich als „normaler“ Radrennfahrer in Erscheinung getreten – zudem hatte er erst wenige Tage zuvor die Tour de Suisse beendet. Ähnlich verhält es sich mit dem Italiener Maurizio Vandelli, der bislang vier Auflagen gewinnen konnte – drei zwischen 2008 und 2010 sogar in Serie – und damit Rekordsieger des Rennens ist. Auch 2011 lag er in Führung, musste jedoch infolge einer Magenverstimmung aufgeben. Der Sieger des RATA erhält ein Preisgeld von 3000, der Zweitplatzierte 2000 und der Drittplatzierte 1000 Euro. Es folgen Abstufungen bis zu 200 Euro für den zehnten Rang.

Strecke

Start- und Zielort des Race across the Alps ist traditionell die Gemeinde Nauders im Westen Tirols. Die durch Österreich, die Schweiz und Italien führende Strecke misst in der Regel 540 Kilometer und ist damit etwa so lang wie die Maratona dles Dolomites (138 km), der Dreiländergiro (168 / 134 km) und der Ötztaler Radmarathon (238 km) zusammengerechnet. Es müssen zirka 13.700 Höhenmeter erklettert werden und angestrebtes Ziel eines jeden teilnehmenden Radfahrers ist es, das RATA binnen 24 Stunden zu beenden. Um als Finisher gelistet zu werden, darf ein 32-Stunden-Limit nicht überschritten werden. Die Strecke ist während des RATA nicht gesperrt, da es sich um eine so genannte Radtouristik-Veranstaltung handelt. Die Fahrer müssen also auch auf den Straßenverkehr achten und die Straßenverkehrsordnung strikt beachten. Im Jahr 2011 absolvierte der Schweizer Reto Schoch das Rennen in der neuen Rekordzeit von 21 Stunden und 26 Minuten. Der Streckenverlauf beinhaltete folgende Passhöhen:

ReschenpassStilfser JochGaviapass – Passo dell' ApricaMortirolopass – Passo dell' ApricaBerninapassAlbulapassFlüelapassOfenpassUmbrailpassReschenpass

Siegerliste

Jahr Strecke
in km
Höhen-
meter
Sieger Zweiter Platz Dritter Platz
2016 532 13.600 Deutschland Robert Petzold Osterreich Walter Sageder Osterreich Severin Zotter
2015 532 14.532 Deutschland Robert Petzold Osterreich Walter Sageder Luxemburg Ralph Diseviscourt
2014 532 14.532 Osterreich Daniel Rubisoier -3- Osterreich Venier Franz Osterreich Severin Zotter
2013 532 14.000 Osterreich Daniel Rubisoier -2- Deutschland Rainer Steinberger Schweiz Thomas Strebel
2012 532 14.000 Osterreich Daniel Rubisoier -1- Osterreich Patrick Grüner Osterreich Paul Lindner
Schweiz Daniel Schnider
2011 532 14.532 Schweiz Reto Schoch Schweiz Thomas Strebel Italien Cesare Richini Plinio
2010 540 13.720 Italien Maurizio Vandelli -4- Osterreich Paul Lindner Deutschland Pierre Bischoff
2009 540 13.720 Italien Maurizio Vandelli -3- Osterreich Eckkehard Dörschlag Osterreich Heinz Zörweg
2008 Italien Maurizio Vandelli -2- Osterreich Heinz Zörweg Schweiz Daniel Wyss
2007 Osterreich Rene Fischer Osterreich Christoph Strasser Schweiz Samuel Nagel
2006 540 13.720 Osterreich Paul Lindner -2- Osterreich Wolfgang Fasching Osterreich Rene Fischer
2005 540 13.720 Schweiz Daniel Wyss Schweiz Samuel Nagel Osterreich Gernot Turnosky
2004 540 13.720 Osterreich Valentin Zeller Schweiz Samuel Nagel Frankreich Dominique Braind
2003 540 13.720 Italien Maurizio Vandelli -1- Schweiz Daniel Wyss Liechtenstein Andrea Clavadetscher
2002 540 13.720 Osterreich Paul Lindner -1- Slowenien Marko Baloh Slowenien Jure Robic
2001 509 12.150 Osterreich Gerrit Glomser Slowenien Marko Baloh Osterreich Herbert Meneweger

Einzelnachweise

  1. vgl. Reglement für den Straßenradsport, dort 2.9.001f und 2.3.001ff und UCI Reglement "Cycling for all" (englisch/französisch), abgerufen jeweils am 22. August 2011