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vom 01.02.2017, aktuelle Version,

Remigius Geyling

Remigius Geyling (* 29. Juni 1878 in Wien, Österreich-Ungarn; † 4. März 1974 ebenda) war ein österreichischer Maler Architekt und Bühnenbildner.

Leben

Remigius Geyling war ein Sohn des Historienmalers Rudolf Geyling (1839–1904) und Großneffe von Carl Geyling. Von 1909 bis 1911 und von 1922 bis 1945 war er Ausstattungschef des Wiener Burgtheaters und Erfinder der Bühnenprojektion. Diese kam erstmals 1925 in "Peer Gynt" am Burgtheater zum Einsatz. Während des Ersten Weltkriegs war er Oberleutnant an der Isonzo-Front und gestaltete 1916 die Heiligengeistkirche auf der Javorca als Erinnerungsstätte der gefallenen österreichisch-ungarischen Soldaten.[1]

Um 1920 fertigte er auch Entwürfe für die familieneigene Glasmalerwerkstätte, er war Gründungsmitglied des Österreichischen Werkbunds und von 1926 bis 1946 Professor an der Wiener Kunstgewerbeschule.

Geyling wurde 1946 die Wiederaufnahme in die Großloge von Wien verwehrt, da er Mitglied der NSDAP gewesen sei. Da die Akten des NSDAP Gaus Wien verloren sind, konnte die Mitgliedschaft später nicht verifiziert werden.[2]

Literatur

  • Vana GreiseneggerGeorgila: Remigius Geyling. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 52, Saur, München u. a. 2006, ISBN 3-598-22792-2, S. 462 f.
  • G. Szyszkowitz: R. Geyling, Dissertation, Wien 1960
  • J. Mayerhöfer: R. Geyling - Bühnenbildner zwischen Jugendstil und Expressionismus, 1971
  • C. Nebehay: R. Geyling, 1974

Einzelnachweise

  1. Hans Gasser: Engel am Isonzo, in: Süddeutsche Zeitung, 24. Juli 2004, S. 30. Siehe auch Cerkev sv. Duha, Zatolmin in der slowenischen Wikipedia. Keine Bildrechte.
  2. Marcus G. Patka: Österreichische Freimaurer im Nationalsozialismus. Wien : Böhlau, 2010, ISBN 978-3-205-78546-0, S. 79