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vom 20.02.2020, aktuelle Version,

Rubin Okotie

Rubin Okotie
Rubin Okotie (2015)
Personalia
Name Rubin Rafael Okotie
Geburtstag 6. Juni 1987
Geburtsort Karatschi, Pakistan
Größe 188 cm
Position Stürmer
Junioren
Jahre Station
1994–1998 SC Wiener Viktoria
1998–2001 SK Rapid Wien
2001–2005 FK Austria Wien
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2005–2007 FK Austria Wien II 55 (19)
2007–2010 FK Austria Wien 57 (21)
2010–2011 1. FC Nürnberg II 7 0(1)
2010–2012 1. FC Nürnberg 4 0(0)
2011–2012  VV St. Truiden (Leihe) 9 0(1)
2012–2013 SK Sturm Graz 43 (12)
2013–2014 FK Austria Wien 13 0(1)
2014  Sønderjysk Elitesport (Leihe) 15 (11)
2014–2016 TSV 1860 München 57 (21)
2016–2018 Beijing Enterprises Group FC 23 0(3)
2018–2019 KFCO Beerschot Wilrijk/K Beerschot VA 7 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
Österreich U-17 4 0(0)
Österreich U-18 2 0(1)
2005–2006 Österreich U-19 13 0(1)
2006–2007 Österreich U-20 9 0(2)
2007–2008 Österreich U-21 7 0(2)
2008–2016 Österreich 18 0(2)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 13. Januar 2020

2 Stand: 13. Januar 2020

Rubin Rafael Okotie [ˈruːbɪn oˈkoːti̯ə] (* 6. Juni 1987 in Karatschi, Pakistan) ist ein österreichischer Fußballspieler. Er spielte zuletzt (bis Sommer 2019) auf der Position eines Stürmers beim belgischen Zweitligisten KFCO Beerschot Wilrijk/K Beerschot VA.

Karriere

Verein

Okotie ist Absolvent der vom FK Austria Wien geführten Frank-Stronach-Fußballakademie. Bei der Austria rückte er zu Beginn der Saison 2007/08 in den A-Kader und damit in die Bundesliga auf, nachdem er zwei Jahre lang bei den in der Ersten Liga (der zweithöchsten österreichischen Spielklasse) spielenden Austria Amateuren Stammspieler gewesen war. Sein erstes Tor erzielte er am 23. Februar 2008 im Spiel gegen den FC Red Bull Salzburg, in dem er zum 3:1-Sieg das 1:0 beisteuerte. In der Saison 2008/09 wurde Okotie mit der Austria Pokalsieger; im Finale erzielte er das 1:0. Außerdem war er in dieser Saison mit 14 Treffern gemeinsam mit Milenko Ačimovič der torgefährlichste Spieler der Austria. In der Saison 2009/10 absolvierte der Stürmer lediglich sieben Pflichtspiele für Austria Wien, nachdem bei ihm im September 2009 ein Knorpelschaden im rechten Knie diagnostiziert worden war.

Obwohl er seitdem kein Pflichtspiel mehr bestritten hatte, wurde er zur Saison 2010/11 vom 1. FC Nürnberg verpflichtet.[1] Am letzten Spieltag der Hinrunde kam er als Einwechselspieler in der Nachspielzeit zu seinem ersten Einsatz in der deutschen Bundesliga. Nachdem er sich in Nürnberg in der Rückrunde nicht hatte durchsetzen können, wurde er im August zum belgischen Erstligisten VV St. Truiden verliehen.[2] Dort erzielte er am 10. Spieltag in seinem dritten Saisonspiel seinen ersten Saisontreffer bei der 2:4-Niederlage gegen Beerschot AC. Da er aber nicht die gewünschte Spielpraxis bekam, wechselte er auf Leihbasis zum österreichischen Erstligisten SK Sturm Graz.[3]

Im Sommer 2012 wechselte er endgültig ablösefrei zum SK Sturm Graz und unterzeichnete einen bis Sommer 2013 gültigen Vertrag.[4] Nach eineinhalb Jahren bei den Grazern kehrte er im Sommer 2013 zum FK Austria Wien zurück.[5] Ende Jänner 2014 wurde Okotie an den dänischen Klub Sønderjysk Elitesport verliehen.[6] Im Juli 2014 wechselte er zum deutschen Zweitligisten TSV 1860 München.[7] Sein Debüt für 1860 gab er beim Auftakt der Saison 2014/15 im Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern und erzielte dort beide Tore der Gäste zur 2:3-Auswärtsniederlage.[8] Er etablierte sich fortan als Mittelstürmer in der Startaufstellung des TSV 1860.[9]

Nachdem Okoties Vertrag beim TSV 1860 im Juni 2016 abgelaufen war, wechselte er ablösefrei zum chinesischen Zweitligisten Beijing Enterprises Group FC, bei dem er einen Zweieinhalbjahresvertrag erhielt.[10]

Zum Ende Jänner 2018 wurde der Vertrag mit dem Beijing Enterprises Group FC in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst; nach kurzer Vereinslosigkeit wurde Okotie im Februar 2018 vom belgischen Zweitligisten KFCO Beerschot Wilrijk verpflichtet.[11] Im Sommer 2019 wurde sein Vertrag beim Klub, der sich mittlerweile in K Beerschot VA umbenannt hatte, nicht mehr verlängert.[12]

Nationalmannschaft

Rubin Okotie bei der U-20-Weltmeisterschaft 2007

Im Juli 2006 erreichte Okotie mit der österreichischen U-19-Auswahl das Semifinale bei der U-19-Europameisterschaft in Polen. Im Juli 2007 bestätigte dieses im Spielerstamm nur wenig veränderte Team als österreichische U-20-Auswahl den Erfolg und gelangte bei der U-20-Weltmeisterschaft in Kanada bis ins Semifinale. Er kam in allen sieben Turnierspielen zum Einsatz und erzielte dabei zwei Tore.

Von Teamchef Karel Brückner wurde er für das Freundschaftsspiel gegen die Türkei am 19. November 2008 erstmals in die A-Nationalmannschaft berufen und stand in der Startelf. Bis 2009 bestritt er vier Länderspiele. Aufgrund seiner Knieprobleme und der schwächer werdenden Leistungen wurde er danach nicht mehr nominiert.

Im August 2014 wurde Okotie von Teamchef Marcel Koller wieder für den Kader der österreichischen Nationalmannschaft für die Qualifikation zur Europameisterschaft 2016 nominiert.[13] Sein erstes Tor für die Nationalmannschaft erzielte er am 12. Oktober 2014 im Wiener Ernst-Happel-Stadion zum 1:0-Sieg gegen Montenegro.[14]

Bei der Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich wurde er in das Aufgebot Österreichs aufgenommen. In der Auftaktpartie gegen Ungarn wurde er in der 65. Minute eingewechselt, nachdem kurz zuvor das 0:1-Gegentor gefallen war. Das Spiel endete 0:2. In den verbleibenden Partien bis zum Ausscheiden nach der Gruppenphase kam er nicht mehr zum Einsatz.

Privates

Okotie wurde als Sohn einer österreichischen Projektkünstlerin und eines nigerianischen Geschäftsmannes in der pakistanischen Millionenstadt Karatschi geboren und verbrachte seine ersten vier Lebensjahre mit seiner Familie in der spanischen Millionenstadt Barcelona. 1991 übersiedelte die Familie nach Wien.

Okotie ist seit dem 9. September 2014 Vater eines Sohnes[15][16] und seit dem 19. November 2014 verheiratet.[17]

Noch während seiner Zeit als Aktiver in der belgischen zweiten Liga eröffnete Okotie am 18. Jänner 2019 in der Berggasse 25 im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund zusammen mit seiner Ehefrau Vanessa, die Ernährungswissenschaften studiert hat, ein Lokal mit dem Namen PLAIN.[18][19] Neben Fleisch- und Fischgerichten werden in dem Ganztagesbetrieb auch vegetarische und vegane Gerichte angeboten; ebenso Bagels, Bowls und Porridges.[20] Okotie lebte zum Zeitpunkt der Eröffnung bereits selbst seit einem halben Jahr vegan, nachdem er auf Netflix What the Health gesehen hatte.[20]

Erfolge

Vereinserfolge

mit dem FK Austria Wien

Individuelle Erfolge

Commons: Rubin Okotie  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Okotie Neu-Cluberer, abgerufen am 6. Juni 2010
  2. Fix: Okotie wechselt leihweise zu St. Truiden. (Nicht mehr online verfügbar.) In: transfermarkt.de. 11. August 2011, archiviert vom Original am 6. Februar 2016; abgerufen am 19. Februar 2020.
  3. Sturm Graz leiht Okotie, fcn.de vom 31. Jänner 2012
  4. Rubin Okotie wechselt zum SK Sturm, kleine Zeitung online vom 29. Juni 2012 (Memento vom 30. Juni 2012 im Internet Archive)
  5. Austria: Okotie kommt fix, Barazite auch?
  6. Austria-Stürmer Okotie leihweise nach Dänemark. (Nicht mehr online verfügbar.) In: transfermarkt.de. 14. Januar 2014, archiviert vom Original am 6. Februar 2016; abgerufen am 19. Februar 2020.
  7. Wer kommt? Wer geht? Die „weiß-blaue Transferliste“. (Nicht mehr online verfügbar.) In: tsv1860.de. 6. Juli 2014, archiviert vom Original am 18. Juli 2014; abgerufen am 20. Februar 2020.
  8. Zweitliga-Wahnsinn gegen 1860 München: Kaiserslautern dreht Partie in Unterzahl. In: Spiegel online. 4. August 2014, abgerufen am 3. November 2014.
  9. Okotie meidet die Couch. In: tz. 9. Oktober 2014, abgerufen am 3. November 2014.
  10. „Wechsel zu Pekinger Zweitligisten“, orf.at vom 8. Juli 2016, abgerufen am 8. Juli 2016.
  11. Okotie aus China in zweite belgische Liga, derstandard.at vom 13. Februar 2018, abgerufen am 23. Februar 2018
  12. Hoffer und Okotie verlassen Neo-Holzhauser-Klub, abgerufen am 2. Jänner 2020
  13. Okotie vor Comeback in Österreichs Team. In: Abendzeitung. 26. August 2014, abgerufen am 27. August 2014.
  14. Österreich besiegt Montenegro. In: Österreichischer Fußball-Bund. 12. Oktober 2014, abgerufen am 12. Oktober 2014.
  15. Vaterfreuden für Rubin Okotie
  16. Okotie: Warten auf den 10. September
  17. Rubin Okotie sagt seiner Vanessa heimlich "Ja". In: tz. 21. November 2014, abgerufen am 25. November 2014.
  18. Offizielle Webpräsenz des PLAIN, abgerufen am 2. Jänner 2020
  19. Vom Ball zur Bowl: Wieso Fußballer Rubin Okotie ein Lokal eröffnet, abgerufen am 2. Jänner 2020
  20. 1 2 Rubin Okotie: Bowls vom Fußballer, abgerufen am 2. Jänner 2020