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vom 12.05.2018, aktuelle Version,

Rudolf Heinz Fischer

Rudolf Heinz Fischer (* 26. Jänner 1916 in Eisenstadt; † 20. Mai 2011 in Gleisdorf) war ein österreichischer Politiker (ÖVP). Er war von 1971 bis 1975 Abgeordneter zum Nationalrat.

Rudolf Heinz Fischer besuchte nach der Realschule die Höhere Baufachschule in Graz und legte die Matura mit Auszeichnung ab. Er studierte danach an der Technischen Hochschule, schloss jedoch sein Studium nicht ab. Von 1929 bis 1932 war er bei der HJ und trat 1932 der SS bei. Von Juli 1934 bis Jänner 1937, also in der „illegalen Zeit“, gehörte er dem SS-Sturm 12/38 an. Nach der Verhängung der Untersuchungshaft vom März 1936 bis zum Juli 1936 flüchtete er nach München. Noch vor dem „Anschluss“ wurde Fischer in die SS-Verfügungstruppe übernommen. Bereits 1938 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP, die mit dem 1. Mai 1938 erfolgte.[1]

Beruflich war er als leitender Angestellter in der Bauwirtschaft tätig und machte sich als Baumeister selbständig. zudem arbeitete er als Konsulent einer Baugesellschaft und eines Getränkeherstellers in Gleisdorf und war Inhaber und Leiter einer Hotelpension in Lech. Des Weiteren war er ab 1955 als Gemeinderat in Gleisdorf aktiv und übernahm 1965 das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde. Er fungierte zudem ab 1965 als Kammerrat der Kammer der gewerblichen Wirtschaft Steiermark und vertrat die ÖVP zwischen dem 4. November 1971 und dem 5. Juni 1975 im Nationalrat.

Ehrungen

  • Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens des Landes Steiermark[2]
  • Ehrenringträger der Stadt Gleisdorf

Einzelnachweise

  1. Michael Wladika: Zur Repräsentanz von Politikern und Mandataren mit NS-Vergangenheit in der Österreichischen Volkspartei 1945–1980. Eine gruppenbiographische Untersuchung. Forschungsprojekt im Auftrag des Karl von Vogelsang-Instituts. Wien 2018, S. 149ff (PDF).
  2. Todesanzeige in der Kleinen Zeitung vom 25. Mai 2011, S. 56