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vom 12.05.2017, aktuelle Version,

Rudolf Konopa

Infanterieangriff 1878.

Rudolf Konopa (* 2. Februar 1864 in Wien; † 6. Oktober 1938 ebenda) war ein österreichischer Porträt-, Landschafts-, Stillleben- und Genremaler.

Leben

Rudolf Konopa kam vierzehnjährig zu einem Industriemaler in die Lehre. Im Jahre 1881 trat er in die Akademie der bildenden Künste in Wien ein, wo er zunächst zwei Jahre bei Rudolf Karl Huber studierte; dann drei Jahre bei Josef Mathias Trenkwald. In weiterer Folge erhielt Konopa den Meisterschulpreis der Akademie. Er unternahm Studienreisen nach Frankreich, England und Italien. Dabei stand er in Paris mit Eugen Jettel, in Fiesole mit Arnold Böcklin in Verbindung. In seinem Todesjahr 1938 fand im Wiener Künstlerhaus eine Gedächtnisausstellung statt. Ab 1890 war er Mitglied des Wiener Künstlerhauses, von 1900 bis 1906 auch des Hagenbundes.[1]

Als etablierter Maler fand Rudolf Konopa relativ bald nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs Aufnahme in der Kunstgruppe des k.u.k. Kriegspressequartiers. Ab dem 26. Mai 1915 bis November 1918 war er als Kriegsmaler an der Balkan- und an der Ostfront künstlerisch im Einsatz.[2] Mehrere Werke aus dieser Zeit befinden sich heute in den Sammlungen des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien.

Werke (Auswahl)

  • Österreichischer Infanterieangriff während des Bosnienfeldzuges 1878, um 1880, Öl auf Leinwand, ca. 50 × 70 cm, Heeresgeschichtliches Museum, Wien.
  • Plakat: Zeichnet 8.Kriegsanleihe, 1918, Lithografie, 125,6 x 94,5 Leopold Museum, Wien.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Heinrich Fuchs: Die Österreichischen Maler des 19. Jahrhunderts, Wien 1973, Band 2, S. 128.
  2. Walter Reichel: „Pressearbeit ist Propagandaarbeit“ - Medienverwaltung 1914-1918: Das Kriegspressequartier (KPQ). Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchiv (MÖStA), Sonderband 13, Studienverlag, Wien 2016, ISBN 978-3-7065-5582-1, S. 182.
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