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vom 06.03.2017, aktuelle Version,

Rudolf Leiner (Unternehmen)

Rudolf Leiner GmbH
Leiner Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 1910
Sitz Sankt Pölten, Österreich
Mitarbeiter 7.700 Leiner/kika Gruppe
Branche Möbeleinzelhandel
Website www.leiner.at

Das Möbelhaus Rudolf Leiner GmbH ist ein Handelsunternehmen mit Sitz in St. Pölten (Österreich). Es befindet sich im Besitz des südafrikanischen Steinhoff Konzerns

Geschichte

Das Stammhaus 1906
Das Stammhaus am Rathausplatz in Sankt Pölten

Im Jahr 1910 kaufte Rudolf Leiner senior das Stammhaus am St. Pöltner Rathausplatz. Gemeinsam mit seiner Gattin Therese übernahm er das Bettwarengeschäft des Ignaz Irlweck. Das Sortiment umfasste damals Bettfedern, Daunen, Matratzen, Decken und Tuchenten, aber auch schon Eisenmöbel. Die Zusatzleistung des Hauses war die Bettfedernreinigung.

Von Beginn an setzte Rudolf Leiner senior auf Werbung. Der erste Katalog, eine 36-seitige Preisliste mit Illustrationen, erschien 1913/1914. Er übernahm auch das Markenzeichen seines Vorgängers Irlweck: die 3 Gänse, bis heute sind sie das Logo der Leiner-Gruppe.

Ende der 1920er Jahre wurde das Sortiment um Tischler- und Tapeziermöbel aufgestockt: Ein Produktkatalog aus diesen Jahren preist neben Schlaf- und Speisezimmern auch Produkte zur Raumausstattung an.

Im Zweiten Weltkrieg wurden Teile des Stammhauses zerstört, Gründer Rudolf Leiner Senior starb im Dezember 1940 im Alter von knapp 59 Jahren. Das Geschäft am Rathausplatz wurde einstweilen von seiner Gattin Therese, Schwiegertochter Frieda und Tochter Grete weitergeführt.

Nachdem Rudolf Leiner junior (1913–2008) aus dem Krieg zurückgekommen war, fing der Wiederaufbau an. Anfang der 1950er Jahre wurde der erste Lieferwagen angekauft. Das Sortiment wurde in dieser Zeit ausgebaut: Matratzen und Couchen wurden in das Stammprogramm aufgenommen.

Nach und nach konnte die Produktion auf 15 Mitarbeiter aufgestockt werden. Mitte der 1950er Jahre war der Wiederaufbau beendet. „Der Leiner“ hatte 40 Mitarbeiter, mehr als vor dem Krieg, an Verkaufsräumen und Lagerflächen standen insgesamt 2.500 Quadratmeter zur Verfügung. Den Kunden wurden Teilzahlungssysteme und zinsenlose Kredite angeboten. Anfang der 1950er Jahre kam der erste Leiner-Prospekt mit farbiger Titelseite heraus.

Im Jahr 1954 wurde das Stammhaus erweitert. Im Jahr 1960 wurden in Wiener Neustadt und 1962 in Bruck an der Mur die ersten Filialen gebaut. 1970 wurde nach Wels, danach 1971 Linz, dann Graz und Judenburg expandiert.

Mit Stand 2016 gab es 17 Leiner-Einrichtungshäuser. Zur Leiner-Gruppe gehörten im Jahr 2016 rund 2.900 Mitarbeiter.

Zusammen mit der Möbelhauskette Kika befindet sich das Unternehmen seit Herbst 2013 im Besitz des südafrikanischen Steinhoff-Konzerns.[1]

Leiner-Einrichtungshäuser

Einzelnachweise

  1. http://www.euwid-moebel.de/news/markt/einzelansicht/Artikel/eu-kommission-steinhoff-darf-kikaleiner-uebernehmen.html