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vom 22.11.2018, aktuelle Version,

Sarojasattel

Sarojasattel
Grenztafel und Grenzstein am Sarojasattel

Grenztafel und Grenzstein am Sarojasattel

Passhöhe 1626 m ü. A.
Bundesland Vorarlberg, Österreich
Talorte Frastanz, Österreich Planken (Schaan), Liechtenstein
Ausbau Wandersteig
Gebirge Rätikon
Karte (Vorarlberg)
Sarojasattel (Vorarlberg)
Sarojasattel
Koordinaten 47° 10′ 58″ N,  34′ 25″ O
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Der Sarojasattel (auch: Saruijersattel) ist ein Gebirgspass (Passhöhe 1626 m ü. A.) in den Alpen (Ostalpen, Nördliche Kalkalpen). Es befindet sich in Österreich (Bundesland Vorarlberg) und verbindet das Saminatal (Samina) in Frastanz mit dem Gemeindegebiet von Planken in Liechtenstein (Alpe Gafadura) und dem Alpenrheintal.

Lage und Besonderheiten

Der Sarjoasattel liegt zwischen den südlich gelegenen, etwa 800 Meter Luftlinie entfernten, Drei Schwestern (2053 m ü. A.) und den nördlich gelegenen Bergspitzen: Sattelköpfle (1688 m ü. A.), etwa 300 Meter entfernt, und der etwa 850 Meter entfernten Sarojahöhe (auch nur Saroja, 1658 m ü. A.) Es handelt sich dabei um einen Passübergang mit alter, aber rein lokaler Bedeutung. Entsprechend einfach ist der Passweg ausgebaut, zu dem und über den bis heute nur ein Naturweg führt. Die Drei Schwestern, das Sattelköpfle und die Sarojahöhe bilden einen Teil der Grenze zwischen Liechtenstein und Österreich.

In der Schlacht bei Feldkirch (1799) im Rahmen des Zweiten Koalitionskriegs zwischen französischen und österreichischen Truppen hatte der Sarojasattel kurzzeitig eine strategische Bedeutung.[1]

Über den Sarojasattel, das Mattlerjoch und das Bettlerjoch verliefen während des Zweiten Weltkriegs Fluchtrouten von Österreich nach Liechtenstein und weiter in die Schweiz für von der Nationalsozialistischen Diktatur Verfolgte.[2]

Gewässer

Westlich unterhalb des Sarojasattel, auf Liechtensteinischer Seite, entspringt ein Bach und entwässert in den Grosslochbach.

Wandern

Die nächstgelegenen Wander-Stützpunkte sind die Feldkircher Hütte (1204 m ü. A.) und die Gafadurahütte (1428 m ü. A.) und der Sarojasattel ist zu Fuß gut erreichbar. Von der nordöstlich gelegenen Sarojaalpe (auch: Hinterälpele) ist der Sarojapass etwa 550 Meter Luftlinie entfernt, von der südwestlich gelegenen Gafaduraalpe etwa 450 Meter.

Über den Sarojasattel führt ein Teil des Fernwanderweges Via Alpina (R56).

Das gesamte Gebiet um den Sarojasattel bedingen Trittsicherheit, teilweise Schwindelfreiheit und alpine Ausrüstung mit guten Bergschuhen.

Literatur

  • Hannes Mannhart: Die vergessenen Spuren einer Schlacht auf Saroja, Mels 2012, in: Terra Plana, 3, 2012, S. 12–16.
  • Hannes Mannhart: Franzosenkriege 1799: Militäranlagen auf Saroja und Auswirkungen auf Planken, Vaduz 2005, in: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Bd. 104 (2005), S. 223–243.
  • Erich Hillbrand: Die Gefechte bei Feldkirch 1799 und der Kampf um Vorarlberg bis 1801, Wien 1985, Bundesverlag, ISBN 978-3-215-05540-9, S. 16.
  Commons: Sarojasattel  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Schlacht bei Frastanz, Webseite der Gemeinde Frastanz.
  2. Kulturwanderung: 16. März, 366 historische Anlässe um Kultur mit Kopf oder auch mit den Beinen zu erwandern. Hier der 16. März 1938. Webseite der Naturfreunde Österreich/Vorarlberg.