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vom 15.06.2015, aktuelle Version,

Schönbichler Horn

Schönbichler Horn
Das Schönbichler Horn von der Berliner Hütte aus gesehen

Das Schönbichler Horn von der Berliner Hütte aus gesehen

Höhe 3134 m ü. A.
Lage Tirol, Österreich
Gebirge Zillertaler Alpen
Dominanz 0,4 km Furtschaglspitze
Schartenhöhe 53 m Schönbichler Scharte
Koordinaten 47° 0′ 30″ N, 11° 46′ 23″ O
Schönbichler Horn (Tirol)
Schönbichler Horn

Gestein Graphit-Biotitschiefer
Erstbesteigung 1853 bei der Landesvermessung
Normalweg über den Berliner Höhenweg als gletscherfreie Hochtour vom Furtschaglhaus aus
Besonderheiten Höchster Punkt des Berliner Höhenweges
Von Südwesten aus gesehen

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Das Schönbichler Horn ist ein 3134 m ü. A. hoher Gipfel in den Zillertaler Alpen, im österreichischen Bundesland Tirol. Es ist Bestandteil des von Nordwest nach Südost verlaufenden Greinerkammes. Das Schönbichler Horn ist einer der meistbestiegenen Dreitausender der Zillertaler Alpen, da kurz unterhalb seines Gipfels der vielbegangene Berliner Höhenweg (mit Stempelstelle für Fernwanderer) verläuft. Anton von Ruthner berichtete, dass der Berg anlässlich der Landesvermessung seit 1853 bestiegen wurde, und erneut im Rahmen der militärischen Kartografie.[1]

Lage und Umgebung

Das Schönbichler Horn liegt 3,5 Kilometer Luftlinie östlich des südöstlichen Endes des Schlegeisspeichers. Benachbarte Gipfel sind im Nordwesten im Verlauf des Greinerkamms die Talggenköpfe mit bis zu 3179 m, im Süden, getrennt durch die Schönbichler Scharte (3081 m), die 3190 m hohe Furtschaglspitze. Zwei größere Gletscher stoßen an das Schönbichler Horn. Im Norden und Osten liegt das ausgedehnte Waxeggkees, im Süden das Furtschaglkees, das als Teil des Schlegeiskees eine Ost-West-Ausdehnung von über vier Kilometern aufweist.

Stützpunkte und Besteigung

Durch den Verlauf des Berliner Höhenwegs, der die Schutzhütten Furtschaglhaus (2293 m) im Südwesten und Berliner Hütte (2042 m) im Nordosten verbindet, kann das Schönbichler Horn von beiden Richtungen her leicht begangen werden. Im oberen Bereich unterhalb des Gipfels befinden sich an beiden Seiten Drahtseilversicherungen. Vom Furtschaglhaus dauert der Anstieg, laut Literatur, gut 2½ Stunden, von der Berliner Hütte 3 Stunden. Vom Schönbichler Horn aus sind die Einstiege für viele Klettertouren zur Furtschaglspitze, den Talggenköpfen, sowie zum Großen Greiner (3201 m) zu erreichen.[2]

Literatur und Karte

  Commons: Schönbichler Horn  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Carl Diener in Eduard Richter: Die Erschließung der Ostalpen, III. Band, Berlin 1894, S. 24
  2. H. Klier, W. Klier: Alpenvereinsführer Zillertaler Alpen, München 1996, S. 305 f., Rz 1550 ff.