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vom 18.12.2016, aktuelle Version,

Schloss Herberstein

Schloss Herberstein von der Feistritzklamm aus gesehen (November 2006)

Schloss Herberstein liegt in der Gemeinde Stubenberg nahe dem Tierpark Herberstein. Es steht hoch oben auf einem Ost-West gerichteten Felssporn, der nach Norden steil abfällt, in der Feistritzklamm. Das wehrhafte Schloss, aus der Entfernung nicht zu sehen und schwer zugänglich, liegt an einer strategisch günstigen Stelle.

Die ältesten Bauteile des Schlosses stammen vom Ende des 13. Jahrhunderts. Die nach Herwig von Krottendorf Herwigstein genannte kleine Burg stand unter dem Lehen der Stubenberger. Otto von Hartberg konnte das Lehen gegen Bezahlung in Freies Eigen (Allod) umwandeln und gilt seither als Ahnherr der Herberstein.

Um 1400 wurde die Burg durch eine mächtige Vorburg erweitert, die die schon früher errichtete, gotische Katharinenkapelle miteinschloss. Die Vorburg erfuhr im 15. Jahrhundert mehrere Erweiterungen. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die Burg in einen Wohnbau mit Renaissance-Elementen umgestaltet und erweitert, um den zahlreichen Nachkommen Platz zu bieten. Im 17. Jahrhundert wurde der prunkvolle Rittersaal errichtet, der tiefe Burggraben wurde überbaut. Mitte des 17. Jahrhunderts entstand nach italienischem Vorbild der Florentinerhof und bis zum Ende des Jahrhunderts wurden Georgskapelle, Gärtnerhaus und Meierhof fertiggestellt.

Im 17. und 18. Jahrhundert gehörte rund ein Fünftel der Steiermark zur Grundherrschaft der Grafen Herberstein, rund 1000 Bauernhöfe waren dem Schloss zinspflichtig. Das Schloss ist auch heute noch im Besitz der Familie Herberstein und dient als Wohn- und Verwaltungssitz. Ein Teil der Anlage kann in Führungen besichtigt werden.

Das Schlosscafé und die prachtvollen historischen Gärten stellen weitere Attraktionen dar.

Im Park befindet sich das Gironcolimuseum.

Nördlich des Schlosses ist auf einer Anhöhe ein Wehrturm erhalten.

  Commons: Schloss Herberstein  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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