unbekannter Gast
vom 02.05.2018, aktuelle Version,

Skulpturenpark Artpark

Skulpturenpark Artpark Linz, 2006
Drei Readymades von Martina Schettina, 2009
Skulpturenpark Artpark Linz mit Blick auf ein benachbartes Wohnhaus, 2008

Der Skulpturenpark Artpark ist ein über 5.000 m² großer Skulpturenpark im Makartviertel in Linz, der von 22 Künstlern[1] gestaltet wurde.

Lage

Der Skulpturenpark ist ein innerstädtischer Skulpturengarten. Er befindet sich auf dem Dach des Einkaufs- und Dienstleistungscenters Lenaupark City im Makartviertel, einem statistischen Bezirk von Lustenau. Er ist die einzige Kulturinstitution des Stadtteils Lenaupark.[2] Das Stadtteilentwicklungsprojekt Lenaupark ist mit 43.000 m² Projektfläche das größte innerstädtische Projekt in Österreich außerhalb Wiens.[3][4]

Geschichte und Konzeption

Für das 43.000 m² große Areal rund um den ehemaligen Frachtenbahnhof wurde 2004 das Regionalentwicklungsprojekt Lenaupark ins Leben gerufen.[5] Ein Jahr später wurde das Einkaufs- und Dienstleistungszentrum Lenaupark City eröffnet.[6] Der nahe wohnende Bildhauer und Fotograf Manfred Kielnhofer hatte die Idee, dem Stadtteil auch einen kulturellen Beitrag beizufügen.[7] Er versammelte einige Künstlerkollegen um sich und gründete den Artpark, der sich die kulturelle Belebung dieses sonst durch Wohnungen, Büros und Handels- sowie Dienstleistungsbetrieben dominierten Viertels zur Aufgabe macht.[8][9][10] Die Eröffnung fand 2006 statt, seither wird der Freiluft-Skulpturengarten jährlich um einige Skulpturen erweitert.

2006 entstand vor Ort die Integrationsweltkugel mit einem Durchmesser von 12,5 Metern. Die Großinstallation wiegt 24 Tonnen und besteht aus einem Stahlgerüst und 580 m² Leinengewebe.[11]

Im Kulturhauptstadtjahr 2009 wurde das Projekt Eröffnung des Skulpturengartens 2009 abgelehnt.[12] Der Sender LT1 widmete der Skulpturenpark-Eröffnung einen Beitrag mit fünf Künstler-Interviews.[13]

Es sind Arbeiten unter anderem von Jonathan Borofsky, dEmo (Eladio de Mora), Manfred Kielnhofer, Robert Mittringer, Arnold Pichler, Erwin Reiter, Martina Schettina, Manfred Schöller, Pinuccio Sciola und Gerhard Wünsche zu sehen.[14] Vom 2009 verstorbenen Künstler Willi Kern besitzt der Skulpturenpark mehrere Plastiken, darunter eine überdimensionale Venus von Willendorf, gefertigt aus tausenden 1-Schilling-Münzen.[15]

Die Verwirklichung dieses Skulpturengartens kam durch die Hilfe von Sponsoren, Leihgaben von Künstlern und Kuratoren sowie durch Förderungen des Landes Oberösterreich und der Stadt Linz zustande. Die Betreuung obliegt dem Verein Artpark.

Liste der Skulpturen (Auswahl)

  • Carlos Anglberger: Die fünf Buchstaben, 5 Teile, Beton, 2006–2008
  • Jonathan Borofsky: Zahlen, Beton, je ca. 50x100x30 cm.
  • dEmo (Eladio de Mora), bears. Polyester.
  • Willi Kern, Venus, Keramik, ca. 250 cm hoch, 2006.
  • Manfred Kielnhofer, Wächter, Gips und Polyester ca. 200 cm hoch. 2007.
  • Manfred Koutek,Stopp, Baustellengitter, bemalt. ca. 80 × 300 cm. 2009.
  • Christoph Luckeneder:Lichtkakteen.
  • Robert Mittringer: Ohne Titel, 120 × 300 × 30 cm
  • Arnold Pichler: Speerspitze 60x100x120 cm, Edelstahl und Stahl, 2007
  • Martina Schettina, Gurke mit Tomaten. Readymade. Lebensmittel, Acrylsockel. Größe: ca. 100 cm. 2009
  • Manfred Schöller:Lichtbogen-Nichtbogen 250 cm hoch, Metall, 2007
  • Der Steiner, love=hate (Nullgleichung), Beton,
  • Der Steiner: Kisses for me Eisen, 200 × 180 cm, 2007
  • Erwin Reiter: Tänzer, Edelstahl, 140x140x220 cm
  • Gerhard Wünsche: Die Königin, Beton auf Sockel,60x60x280 cm, 2006

Abbildungen

Veranstaltungen

Jährlich am 1. Mittwoch im April wird die neue Saison des Skulpturenparks mit einer Eröffnungsveranstaltung begrüßt. Dabei werden die Neuzugänge der Sammlung vorgestellt.[16] Die Mitglieder des Kunstvereins Artpark, darunter Tänzer, Choreografen und Musiker gestalten diesen Tag.

Der Skulpturenpark kann von April bis Oktober zu den Öffnungszeiten kostenlos besucht werden.[17][18]

Literatur

  • Lit ges Magazin für Literatur und mehr[19]
  • Österreich Journal[20]
  • Katalog Skulpturenpark 2007[21]
  • Dobusch F., Mayr J. (Hrsg.): Linz - Stadt der Arbeit und Kultur. Linz: Gutenberg-Werbering (1997)
  • Stadtforschung Linz: CD-ROM Linz 2000. Fakten, Bilder, Grafiken. Linz (2000)
  Commons: Skulpturenpark Artpark  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Kultur-Magazin Litges: Literatur und mehr abgerufen am 7. Juli 2009
  2. Offizielle Presseaussendung der Stadt Linz vom 22. September 2004 abgerufen am 7. Juli 2009
  3. Artpark Offizieller Eintrag in Linz Kultur; abgerufen am 7. Juli 2009
  4. Offizielle Presseaussendung Linz vom 15.März 2005 abgerufen am 7. Juli 2009
  5. Offizielle Presseaussendung vom 25. Februar 2004 abgerufen am 7. Juli 2009
  6. lenaupark-city abgerufen am 7. Juli 2009
  7. Museum für angewandte Kunst abgerufen am 5. Juli 2009
  8. Kunstverein Artpark e.V. Vereinsregisterauszug vom 5. Juli 2009
  9. Linz Kultur (PDF; 1,26 MB) offizielles Mitteilungsblatt der Stadt Linz, S. 88, Kielnhofers Wächter im Skulpturenpark; abgerufen am 5. Juli 2009
  10. Kulturstudie (PDF) Der Mehrwert von Kunst und Kultur für den städtischen Raum/Linzer Institut für qualitative Analysen, S. 96; abgerufen am 5. Juli 2009
  11. Integrationsweltkugel abgerufen am 7. Juli 2009
  12. abgelehnt abgerufen am 5. Juli 2009
  13. LT1 Fernsehbeitrag abgerufen am 1. Juli 2009
  14. Life radio abgerufen am 7. Juli 2009
  15. Nachruf auf Willi Kern Linz Kultur abgerufen am 7. Juli 2009
  16. LT1 Fernsehbeitrag vom 1. April 2009 abgerufen am 5. Juli 2009
  17. Kulturleben Eine Initiative des Ministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur; abgerufen am 7. Juli 2009
  18. Kulturprogramm. Der Standard; abgerufen am 7. Juli 2009
  19. St.Pölten Literatur usw. Litges; abgerufen am 5. Juli 2009
  20. Artpark. (PDF; 8,09 MB) Österreich Journal, S. 77; abgerufen am 5. Juli 2005
  21. Skulpturenpark 2007 (PDF; 1,39 MB) Abgerufen am 7.Juli 2009