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vom 02.01.2017, aktuelle Version,

Speckknödel

Tiroler Knödel mit Sauerkraut
Tiroler Speckknödelsuppe

Mit dem Wort Speckknödel (auch Speckklöße) werden verschiedene Arten von Knödeln bezeichnet, die typische Speisen der süddeutschen und österreichischen Küche sind. Im Wesentlichen lassen sich zwei verschiedene Grundformen unterscheiden.

Für die eine Grundform wird eine Knödelmasse mit gewürfeltem Speck vermengt für die andere Grundform wird eine kleine Menge des gewürfelten Speckes mit Teig umhüllt. Üblich ist das Sieden in Salzwasser, aber auch das Backen im Ofen ist eine klassische Zubereitungsform.

Die Knödel der ersten Grundform werden sowohl als Beilage als auch als Hauptspeise oder Suppeneinlage verwendet, die zweite Grundform meist als Hauptspeise begleitet durch Sauerkraut, Krautsalat oder Kopfsalat.

Varianten

  • Fränkische Speckklöße: Würfel von Speck und Zwiebel werden mit Semmelbröseln angebraten, und mit Mehl, Eier, Saurer Sahne zu einem Teig vermengt.[1]
  • Österreichische Speckknödel oder Grammelknödel: Frische Speckgrieben (österreichisch Grammeln) werden mit Eiern, Mehl, Butter und Semmeln/Brötchen zu einem Teig verarbeitet oder in eine Teighülle eingefüllt. Ansonsten entspricht die Zubereitung der von Semmelknödeln, aber es findet auch Kartoffelteig Verwendung.[1] In einigen Regionen werden sie auch mit einer Mischung aus Sauerrahm und Eiern, sowie bei einigen Rezepten auch mit Milch, überbacken.
  • Tiroler Knödel: Semmelknödelteig wird mit Speck und Wurst/Selchfleisch vermengt und zu Knödeln verarbeitet. Tiroler Knödel werden in Rindsuppe oder mit Salat bzw. Sauerkraut serviert.[2][3]
  • Innviertler Speckknödel: Würfel, Zwiebel und Petersilie werden in Fett geröstet und anschließend mit Eiermilch übergossen. Die Masse wird ziehen gelassen und dann etwas Mehl dazugegeben, zum Schluss die Speckkugeln aus Surspeck eingeschlagen und die fertigen Knödel in Salzwasser weichgekocht.[4]

Literatur

  • Richard Hering (Begr.), Hermann F. Jürgen (Hrsg.): Herings Lexikon der Küche. International anerkanntes Nachschlagewerk für die moderne und klassische Küche. 24. Aufl.[5] Fachbuchverlag Pfannenberg, Haan-Gruiten 2008, ISBN 978-3-8057-0587-5 (mit 1 CD-ROM).
  • Hedwig Maria Stuber: Ich helf Dir kochen. Das erfolgreiche Universalkochbuch mit großem Backteil. 42. Auflage. BLV, München 2009, ISBN 978-3-8354-0510-3[6]
  Commons: Speckknödel  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Erhard Gorys: Das neue Küchenlexikon. Von Aachener Printen bis Zwischenrippenstück. 8. Auflage. Dtv, München 2002, ISBN 3-423-36245-6 (früherer Titel Dtv-Küchen-Lexikon)
  2. Hedwig Maria Stuber (Pseudonym): Ich helf Dir kochen.
  3. Maria Gschwentner: Tiroler Bäuerinnen kochen, Einfach gute Rezepte. 7. Auflage. Loewenzahn, Innsbruck 2006, ISBN 3-7066-2380-3.
  4. Lotte Scheibenpflug: Spezialitäten aus Österreichs Küche, S. 59, Pinguin Verlag, Innsbruck 1969, Auflage 1980.
  5. Erstausgabe, Wien 1922.
  6. Hedwig Maria Stuber ist das Pseudonym der Autorinnen Maria Huber und Hermine Hedwig Stumpf (Siehe auch: Schlag nach bei Stuber).