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vom 11.05.2018, aktuelle Version,

Stefan Knafl

Stefan Knafl (* 27. Dezember 1927 in St. Michael am Zollfeld, Gemeinde Maria Saal, Kärnten; † 2. Juni 2005 in Klagenfurt) war ein österreichischer Politiker (ÖVP).

Leben

Nach dem Besuch der Volksschule und der Hauptschule in Klagenfurt trat Knafl 1941 in die Lehrerbildungsanstalt in Klagenfurt ein. 1944 wurde er zum Reichsarbeitsdienst eingezogen, im Anschluss daran zur Deutschen Wehrmacht. Mit dem 20. April 1944 wurde er Parteimitglied der NSDAP (Nr. 9.697.765), wodurch der Historiker Michael Wladika auf eine vorherige Mitgliedschaft bei der HJ schließt.[1] Nach Aktivitäten in der österreichischen Jugendbewegung war er lange Zeit in der Kärntner Landespolitik als Gemeinde- und Stadtrat in St. Veit an der Glan und Abgeordneter des Kärntner Landtags tätig. Ab 1973 war er Mitglied der Kärntner Landesregierung und ab 1979 stellvertretender Landeshauptmann. Später übernahm er den Vorsitz des Österreichischen Seniorenbundes. Er setzte sich trotz schwerer Erkrankung bis zu seinem Tod für Senioren ein.

Politische Laufbahn

  • 1952 Bezirksobmann der Österr. Jugendbewegung
  • 1954 Bezirksobmann des ÖAAB
  • 1954 Gemeinderat in St. Donat
  • 1958 Stadtrat in St. Veit/Glan
  • 1964 Vizepräsident des Kärntner Gemeindebundes
  • 1965 Abgeordneter des Kärntner Landtages
  • 1972 Mitglied der Kärntner Landesregierung
  • 1977 Landesobmann des ÖAAB Kärnten
  • 1978 Landesparteiobmann der ÖVP Kärnten
  • 1979 Landeshauptmann-Stellvertreter
  • 1986 Bezirksobmann des Österreichischen Seniorenbundes (ÖSB) St. Veit/Glan
  • 1988 Landesobmann des ÖSB Kärnten
  • 1992 Bundesobmann des ÖSB
  • 1994 Vorsitzender-Stellvertreter des Bundesseniorenbeirates
  • 1995 Präsident der Europäischen Senioren-Union (ESU)
  • 1997 Präsident des Österreichischen Seniorenrates

Auszeichnungen und Würden

Einzelnachweise

  1. Michael Wladika: Zur Repräsentanz von Politiker mit NS-Vergangenheit in der Österreichischen Volkspartei 1945-1980. Eine gruppenbiographische Untersuchung. Forschungsprojekt im Auftrag des Karl von Vogelsang-Instituts, 2018, S. 168f.
  2. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)