unbekannter Gast
vom 09.07.2017, aktuelle Version,

Tatort: Die Samtfalle

Folge der Reihe Tatort
Originaltitel Die Samtfalle
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Produktions-
unternehmen
ORF
Länge 89 Minuten
Einordnung Folge 23 (Liste)
Erstausstrahlung 12. November 1972 auf ORF und ARD
Stab
Regie Walter Davy
Drehbuch Fritz Eckhardt
Kamera Peter Jasicek, Martin Wolf
Schnitt Gerhard Hruby
Besetzung
Chronologie

 Vorgänger
Rattennest

Nachfolger 
Kennwort Gute Reise

Die Samtfalle ist ein österreichischer Fernsehkrimi von Walter Davy aus dem Jahr 1972. Er entstand als 23. Folge der Kriminalreihe Tatort. Marek hat es diesmal mit dem Mord an einem Spediteur und mit einem Uranschmuggel zu tun.

Handlung

Mareks Assistent Wirz findet eine männliche Leiche auf einer Landstraße. Der Mann ist schon seit zwölf bis vierzehn Stunden tot, sein Gesicht ist unkenntlich, da offensichtlich ein LKW über seinen Schädel gefahren ist. Weder ein Unfall, noch Selbstmord oder gar Mord sind auszuschließen.

Der Tote stellt sich als der Spediteur Sebastian Kremer heraus. Wirz überbringt der Witwe Marion Kremer, der dritten Ehefrau des Toten, und Kremers Tochter Isabell die Todesnachricht.

Oberinspektor Kramer von der Staatspolizei sucht Oberinspektor Marek auf und berichtet, dass in einem benachbarten Ostblockstaat 80 Tonnen uranhaltiges Gestein verschwunden seien. Dabei waren Güterwaggons ausgetauscht und das Gestein mit Kohle verdeckt worden. So wurde das Gestein über die Grenze nach Österreich gebracht. Ein Informant, der angebliche Baron Terp, hat die österreichischen Behörden auf eine Spur geführt – auf die des Spediteurs Kremer.

Unterdessen erzählt die Isabell Kremer Wirz, dass sie ihre Stiefmutter hasse und bezichtigt diese, ihren ersten Mann und ihren Vater getötet zu haben. Außerdem trachte sie auch ihr nach dem Leben.

Isabell Kremer berichtet Wirz weiter, dass ihre Stiefmutter ein Verhältnis mit einem gewissen Kressin hätte und stellt Wirz Baron Terp als ihren Verlobten vor, der sich als ein enger Freund des Toten vorstellt.

Marek sucht unterdessen Prendergast auf, der bis vor einem Jahr für Kremer gearbeitet hatte und geschäftsführender Direktor in der Spedition war. Er ist nach Reibereien mit Kremer gegangen, weil er seine Position als unbefriedigend empfand. Kremer ließ ihn trotz seiner Position nichts entscheiden, sondern handelte lieber auf eigene Faust.

Marek sucht das Haus Kremer auf und trifft dort auf Marion Kremer, die er des Mordes verdächtigt. Anschließend unterhält er sich mit Kressin, der Marek erzählt, er habe seine Position als Zollinspektor verloren wegen seiner diversen Frauengeschichten und kenne Marion Kremer seit drei Wochen, in der er den Hausherren nicht einmal gesehen haben will. Schließlich unterhält sich Marek mit Baron Terp, der angibt, Angst vor Marion Kremer zu haben und ihr unterstellt, ihre Mitmenschen mit einer Art „Samtfalle“ einzufangen.

Kurz darauf ist Tarp tot, erschossen mit einem Schuss in die Stirn.

Kressin sucht derweil Prendergast auf, und sagt ihm auf den Kopf zu, dass er wisse, dass er der totgeglaubte Sebastian Kremer ist. Er kam darauf, weil er ihn im Hause Kremer durch Haus und Garten hat rennen sehen, wie nur ein Hausherr sein Haus und seinen Garten kennen würde. Weiterhin ist er Isabell gefolgt und hat gesehen, dass sie ihren Vater alias Prendergast besucht hat.

Kremer bedroht Kressin daraufhin mit einer Waffe, Kressin weiß weiterhin, dass Kremer Tarp erschossen hat. Kremer wollte seine Gemälde, die sein einziges verbliebenes Kapital waren, aus seinem Haus holen. Tarp war dabei im Weg und musste deshalb sterben. Kremer konnte mit dem wertvollsten Gemälde entkommen.

Kremer wiederum weiß, dass Kressin noch immer beim Zoll und hinter ihm her ist. Kremer will sich mit seiner Tochter nach Südamerika absetzen. Kremer will Kressin erschießen. Kremer gesteht außerdem, dass er das uranhaltige Gestein gestohlen hat. Prendergast hat Kremer unbeabsichtigt getötet, die beiden hatten Streit und er hat ihm einen schweren Aschenbecher an den Kopf geworfen. Tarp hingegen musste er erschießen, weil er seinen toten Freund erkannt hat.

Kremer will Kressin erschießen, sobald das Telefon klingelt, indem er erfährt, dass das Gestein über die Grenze gegangen ist. Marek ist allerdings inzwischen aufgrund einer Bemerkung eines Tatverdächtigen in einem anderen Fall über verfremdetes Aussehen ebenfalls Kremer bzw. dem angeblichen Prendergast auf die Schliche gekommen und dringt in die Wohnung ein, wo er Kremer ablenkt, so dass Kressin diesen entwaffnen kann. Unmittelbar danach klingelt das Telefon.

Produktion

Die Samtfalle war der zweite Tatort-Fall um Oberinspektor Marek. Fritz Eckhardt fungierte nicht nur als Hauptdarsteller, sondern schrieb auch das Drehbuch.