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vom 15.12.2015, aktuelle Version,

Tuxbach

Tuxbach
Tuxerbach

Wasserfall des Tuxbaches

Wasserfall des Tuxbaches

Daten
Gewässerkennzahl AT: 2-8-214-40-36
Lage Tuxertal, Tirol, Österreich
Flusssystem Donau
Abfluss über Zemmbach Ziller Inn Donau Schwarzes Meer
Quellgebiet unterhalb des Tuxer Jochs
47° 5′ 48″ N, 11° 40′ 25″ O
Quellhöhe 1748 m ü. A.[1]
Mündung zwischen Finkenberg und Mayrhofen in den Zemmbach
47° 9′ 23″ N, 11° 50′ 15″ O
Mündungshöhe 643 m ü. A.[1]
Höhenunterschied 1105 m
Länge 18,2 km[1]
Einzugsgebiet 133,2 km²[1]
Abfluss am Pegel Persal[2]
AEo: 115,9 km²
Lage: 2 km oberhalb der Mündung
NNQ (31.03.1975)
MNQ 1971–2010
MQ 1971–2010
Mq 1971–2010
MHQ 1971–2010
HHQ (07.08.1985)
290 l/s
990 l/s
3,77 m³/s
32,5 l/(s km²)
28 m³/s
131 m³/s

Linke Nebenflüsse Junsbach, Nigglasbach
Gemeinden TuxFinkenberg

Der Tuxbach durchfließt das Tuxertal in Tirol (Österreich) und mündet zwischen Finkenberg und Mayrhofen in den Zemmbach, kurz bevor dieser den Ziller erreicht.

Verlauf

Der Tuxbach entsteht aus dem Zusammenfluss dreier Quellbäche bei Waldeben unterhalb des Tuxer Jochs. Der Große Kunerbach, der Kleine Kunerbach und der Schwarzbrunnerbach werden vom Tuxer Ferner bzw. Schwarzbrunnerkees gespeist. Der Tuxbach fließt zunächst in nordöstlicher Richtung durch das Tuxertal, das bei Vorderlanersbach eine Biegung nach Südosten macht. Zwischen Finkenberg und Mayrhofen mündet der Tuxbach in den Zemmbach. Die bedeutendsten Zubringer sind der Junsbach und der Nigglasbach, die bei Juns bzw. Vorderlanersbach von links einmünden. Weitere Zuflüsse von beiden Seiten erreichen ihn teilweise über sehenswerte Wasserfälle, wie z. B. den Schleierfall des Weitentalbachs von links oder den Schraubenwasserfall des Schwarzbrunnerbachs der orografisch rechten Seite. Bei Persal wird der Bach von der denkmalgeschützten Teufelsbrücke überquert.

Der Tuxbach bildet die Grenze zwischen den Tuxer Alpen im Norden und den Zillertaler Alpen im Süden.

Einzugsgebiet und Wasserführung

Das natürliche Einzugsgebiet des Tuxbaches beträgt rund 130 km², davon sind 5,2 km² (4 %) vergletschert (Stand 1988)[3]. Der höchste Punkt im Einzugsgebiet ist der Olperer mit 3476 m ü. A. Das hydrologisch wirksame Einzugsgebiet ist durch die Ausleitung des Schwarzbrunnerbaches in den Schlegeisspeicher um 13,3 km² reduziert.[2]

Der mittlere Abfluss am Pegel Persal, 2 km oberhalb der Mündung, beträgt 3,77 m³/s, was einer Abflussspende von 32,5 l/s·km² entspricht. Der Tuxbach weist ein nivales Abflussregime auf[4], das von der Schneeschmelze im Frühjahr geprägt ist. Der mittlere Abfluss ist im wasserreichsten Monat Juni mit 8,48 m³/s 7,5 Mal höher als im wasserärmsten Monat Februar mit 1,13 m³/s.[2]

Ökologie

Der Tuxbach ist über weite Strecken verbaut, unterhalb der Einmündung des Tuxeggbachs wird er als natürlich eingestuft.[1] Der Tuxbach weist Gewässergüteklasse I-II auf.[5]

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 TIRIS – Tiroler Rauminformationssystem
  2. 1 2 3 Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Hydrographisches Jahrbuch von Österreich 2010. Wien 2012, S. OG 106 (PDF; 13,2 MB)
  3. Max H. Fink, Otto Moog, Reinhard Wimmer: Fließgewässer-Naturräume Österreichs. Umweltbundesamt, Monographien Band 128, Wien 2000, S. 47 (PDF; 475 kB)
  4. Helmut Mader, Theo Steidl, Reinhard Wimmer: Abflussregime österreichischer Fließgewässer. Beiträge zu einer bundesweiten Fließgewässertypologie. Umweltbundesamt, Monographien Band 82, Wien 1996, S. 96 (PDF; 14,7 MB)
  5. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Saprobiologische Gewässergüte der Fließgewässer Österreichs. Stand 2005. (PDF; 1 MB)