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vom 25.06.2017, aktuelle Version,

Unimarkt

Unimarkt
Rechtsform Handelsgesellschaft mbH & Co. KG
Gründung 1975
Sitz Traun, Österreich
Leitung Andreas Haider (Geschäftsführung)
Mitarbeiter 1.380 (2016)
Umsatz 275,0 Mio. Euro (2015/2016)
Branche Lebensmitteleinzelhandel
Website www.unimarkt.at

Unimarkt ist ein Teil der Unimarkt Gruppe mit Sitz in Traun. Unter dem Namen Unimarkt firmieren sowohl selbstständige Einzelhandelskaufleute als auch Eigenfilialen. Aktuell gibt es 51 Franchiespartner sowie 80 Eigenfilialen in sechs Bundesländern (Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg, Steiermark, Kärnten und Burgenland).

Geschichte

Unimarkt-Filiale in Helpfau-Uttendorf

Im Jahr 1970 schlossen sich regionale Großhändler aus Oberösterreich zur „Vereinigten UNITAS Großhandel Oberösterreich GesmbH“ (VUOG) zusammen. 250 private Lebensmittelhändler, die von der VUOG beliefert werden, traten unter der Marke UNITAS auf. 1975 wurde dann Unimarkt geboren. Die von der UNITAS unter dieser neuen Marke gegründete Filialschiene sollte als Nahversorger dem Aussterben der Greißler als Folge der zunehmenden Marktkonzentration entgegen wirken. Zwischen 1975 und 1983 wurden 46 Unimärkte eröffnet. Die rasche Expansion mit unterschiedlichen Filialgrößen, die keinen einheitlichen Auftritt zuließ, belastete die Entwicklung. Im Jahr 1983 wurde die gesamte UNITAS-Organisation mit allen Unimärkten von Pfeiffer Großhandel Traun übernommen. Ein konsequentes Umstrukturierungsprogramm begann. So wurde das Filialnetz zunächst von 46 auf 15 Unimärkte reduziert. Gleichzeitig begann ein umfassender Prozess zur strategischen Neuausrichtung des Unternehmens. Bereits im Geschäftsjahr 1986/87 erzielten die 15 neuen Märkte mehr Umsatz als die 46 alten im Jahr 1983. Im Jahr 1996 wurde schließlich die 50. Filiale eröffnet. 1999 entwickelte Unimarkt das erste echte Franchise-System im österreichischen Lebensmittelhandel und übernahm 9 Franchise-Partner der Pfeiffer-Gruppe. Zum 30. Geburtstag im Jahr 2005 wurde schon die Eröffnung der 100. Filiale ins Auge gefasst. 2010 gab es über 112 Standorte sowie über 1600 Mitarbeiter. Zwei Jahre später wurde die erste Filiale in Kärnten eröffnet. 2013 startete eine Expanisonswelle. Der Großteil der oberösterreichischen Zielpunkt-Filialen wurde in Unimarkt-Märkte umgewandelt. Die Zahl der Standorte erhöhte sich 2014 auf 131 Standorte, außerdem wurde der Online-Shop gestartet. Weiters wurde in Wels, als erster seiner Art, ein Multi-Channel-Store in der Ringstraße gegründet. 2017 soll Unimarkt außerdem zum ersten Lebensmittelhändler Österreichs, der eine landesweite Zustellung per Online Shop anbietet, werden.[1]

 

Heute

Unimarkt ist ein Teil der Unimarkt Gruppe zu der auch Nah&Frisch, Pfeiffer Großhandel, Land lebt auf und Pfeiffer Logistik gehören.

Seit 2016 ist Unimarkt in sechs Bundesländern mit 131 Geschäften (80 Filialen/ 51 Franchise-Partnern) vertreten. Unimarkt legt einen starken Fokus auf Regionalität und arbeitet in den Bundesländern mit vielen hunderten Bäckern, Fleisch- und Wurstproduzenten sowie kleinen bäuerlichen Betrieben zusammen.

Seit November 2014 betreibt Unimarkt einen Online Shop und bietet den österreichweiten Versand von Lebensmitteln an.[2]

Unimarkt ist Mitglied der Einkaufskooperation MARKANT Österreich, diese umfasst unter anderem die Nah&Frisch-Verbundgruppe mit seinen fünf Großhändlern Pfeiffer, Kastner, Brückler, Kiennast und Wedl, aber auch die selbständigen Warenhäuser Pro Kaufland (Linz), Tabor (Steyr) sowie Welas (Wels). Die Markant-Gruppe hält laut Nielsen-Zensus von 2010 etwa 5,2 % Marktanteil im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel, wobei ca. 3,7 % von der Pfeiffer/Unimarkt-Gruppe beigesteuert werden.[3]

Diese Einkaufskooperation zeigt sich zum Beispiel auch im Billiglabel Jeden Tag, das im Endausbau 400 Artikeln umfassen sollte und im gleichen Preissegment wie die Marken S-Budget und Clever antritt. Die Eigenmarke der Markant wird nicht nur bei den oben genannten Mitgliedern (inklusive Unimarkt) angeboten, auch Zielpunkt und MPreis sind an diesem Projekt beteiligt.[4]

Im April 2017 wurde bekannt, dass alle Filialen nach dem Franchise-Prinzip an selbstständige Kaufleute verkauft werden sollen. Letztere werden derzeit gesucht. Bis 2020 sollen 100 der 131 Niederlassungen selbständig geführt sein. 50 davon sind bereits jetzt Franchise-Partner.[5]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Unimarkt Handelsgesellschaft m.b.H. & Co. KG.: Unimarkt -  Geschichte. Abgerufen am 20. März 2017 (deutsch).
  2. Unimarkt startet mit Hauszustellung in ganz Oberösterreich (Oberösterreichische Nachrichten vom 6. November 2014)
  3. Nielsen-Zensus (Die "Handelszeitung" vom 21.August 2010, abgerufen am 25. August 2011)
  4. „Jeden Tag“ tritt gegen Rewe, Spar und Diskonter an (Das "Wirtschaftsblatt" vom 20. Mai 2011, ausgedruckt am 26. August 2011)
  5. Oberösterreichische Nachrichten: Unimarkt sucht 50 Kaufleute. (nachrichten.at [abgerufen am 25. Juni 2017]).