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vom 31.01.2018, aktuelle Version,

Urs Schönenberger

Urs Schönenberger
Personalia
Name Urs Schönenberger
Geburtstag 21. Februar 1959
Geburtsort Zürich, Schweiz
Position Trainer
Junioren
Jahre Station
1969–1980 FC Wiedikon
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1980–1986 FC Zürich 96 (9)
1986–1987 AC Bellinzona
1987–1994 FC Luzern
1994–1995 FC Solothurn
1995–1996 SC Kriens
Stationen als Trainer
Jahre Station
1996–2001 FC Zürich Co-TR
1999 YF Juventus Zürich
2001 FC Winterthur
2002–2003 SC Kriens
2003 FC Luzern
2004 YF Juventus Zürich
2005–2006 FC Thun
2006 FC Aarau
2007–2008 YF Juventus Zürich
2008–2009 SCR Altach
2010 FC Niederweningen
2011 FC Wohlen
2012 SC Kriens
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Urs „Longo“ Schönenberger (* 21. Februar 1959) ist ein ehemaliger Schweizer Fussballspieler (Position: Verteidigung) und aktueller Trainer. Der Spitzname „Longo“ rührt von seiner Körpergrösse her (1.93 m).

Kurzbiographie

Urs Schönenberger wuchs in Zürich Wiedikon auf. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Arni (Kanton Aargau). Er hat eine Lehre als Hochbauzeichner abgeschlossen und erhielt, 20-jährig, seinen ersten Profivertrag beim FC Zürich. Unter anderem war er auch bei der AC Bellinzona und dem FC Luzern unter Vertrag, bevor er seine Spielerlaufbahn beim SC Kriens beendete.

Nach mehreren Stationen als Trainer erreichte er mit dem FC Thun 2005 die Gruppenphase der Champions League und war bis am 30. Oktober 2006 Cheftrainer des Super League Vereins FC Aarau.

Sportliche Karriere

Seine grössten Erfolge

Als Spieler beim FC Zürich wurde er 1981 als gerade mal 22-jähriger Schweizer Meister, diesen Erfolg konnte er 1989 als Spieler beim FC Luzern wiederholen. Als Trainer mit dem FC Thun, welchen er als von Hanspeter Latour übernahm, schaffte er den Vize-Meistertitel 2004/05. In der darauffolgenden Qualifikation zur Champions League erreichte der FC Thun nach 3 Runden und Siegen gegen Dynamo Kiew (Ukraine) und Malmö FF (Schweden) die Gruppenspielphase.

Umstrittene Figur beim FC Thun

Urs Schönenberger wurde trotz der sportlichen Erfolge mit dem FC Thun für Aussenstehende sehr überraschend auf die Saison 2005/06 freigestellt – gerade seine kritischen Fragen gegenüber dem Vereinsvorstand und seine personellen Entscheide (er wurde auch „der ewig Kompromisslose“ genannt) machten ihn dort zu einer umstrittenen Figur.[1]

Tätigkeiten als Trainer nach dem FC Thun

Beim FC Aarau

Seit dem 1. Mai 2006 trainierte er den FC Aarau in der Super League und darf sich für die Saison 2005/06 als „Retter“ des Vereins feiern lassen, denn dank seinen Interventionen konnte der Abstieg in die Challenge League in letzter Minute verhindert werden. Er hatte dort einen Vertrag bis Ende Saison 2007/08 unterschrieben, dies vor allem deshalb, weil das Stadion des FC Aarau (Brügglifeld) ab 2008 vom Schweizer Fussballverband SFV nicht mehr als tauglich für die Super League akzeptiert wird. Dennoch äußerte Urs Schönenberger, das erklärte Ziel sei auch in der Saison 2006/2007, den seit 1981 in der obersten Spielklasse der Schweiz spielenden FC Aarau weiter zumindest vom sportlichen Aspekt her betrachtet «unabsteigbar» zu halten. Der Druck auf Schönenberger war jedoch stetig angestiegen, je weiter die Saison voranschritt und je mehr sich die Niederlagen häuften. Einem Ultimatum gleich hatte der Präsident des FC Aarau, Christian Stebler, aus zwei Partien mindestens 3 Punkte gefordert („2 Punkte genügen nicht“). Da der FC Aarau aber aus den aktuell 13 Spielen 11 Niederlagen davontrug, wäre das Heimspiel am 4. November 2006 gegen den FC Schaffhausen für Urs Schönenberger zu einer schicksalsträchtige Begegnung geworden.[2] Dem kam Schönenberger allerdings zuvor und trat am Abend des 30. Oktober 2006 von sich aus von seinem Amt als Cheftrainer zurück. Nachfolger wurde der bis dahin als Sportchef fungierende Ruedi Zahner.[2]

Bei YF Juventus Zürich

Ab Mitte März 2007 war Urs Schönenberger Trainer von YF Juventus Zürich und löste dort den freigestellten Raimondo Ponte ab.[3] Der YF Juventus Zürich stieg trotz aller Bemühungen Ende Saison 2006/07 seinerseits in die 1. Liga ab.

SCR Altach

Am 4. September 2008 übernahm er das Traineramt des österreichischen Bundesligisten SCR Altach. [4] Am 12. Jänner 2009 wurde Schönenberger mit sofortiger Wirkung beurlaubt. [5]

SC Kriens

Im Februar 2012 wurde er vom abstiegsbedrohten Schweizer Zweitligisten SC Kriens verpflichtet. Am 30. März entbanden die Krienser Schönenberger wegen Erfolgslosigkeit, nach nur einem Monat, von seinen Aufgaben. Der Verein stieg am Ende der Saison aus der Challenge League ab.[6]

Im Fernsehen

Zwischen April und Mai 2006 war Urs Schönenberger zudem für das Schweizer Fernsehen aktiv. Für die im Rahmen eines Trainingslagers und anschliessendem Live-Spiel durchgeführte Doku-SoapDer Match“ übernahm er die Rolle des Assistenztrainers. Trainer war Gilbert Gress.

Anlässlich der Fussball-WM 2006 hat das Schweizer Fernsehen Urs Schönenberger auch des Öfteren als Studiogast eingeladen, um aus der Sicht des Trainers einzelne WM-Spiele zu beurteilen.

Einzelnachweise

  1. NZZ Online vom 19. Februar 2006
  2. 1 2 tagblatt.ch 31.Oktober 2006: Schönenberger macht in Aarau Platz vom 30. Oktober 2006
  3. Meldung bei zisch.ch (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive) vom 21. März 2007
  4. Offizielle Verlautbarung des neuen Trainers auf www.scra.at
  5. vorarlberg.ORF.at: Altach beurlaubt Trainer Schönenberger