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vom 07.09.2016, aktuelle Version,

Verlag Österreich

Verlag Österreich GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1997 (1804 als k. k. Hof- und Staatsdruckerei)
Sitz Wien, Österreich
Leitung Katharina Oppitz, André Caro, Barbara Raimann
Branche Verlag
Website www.verlagoesterreich.at

Der Verlag Österreich zählt zu den führenden Verlagen für juristische Fachinformation in Österreich. Als Tochterunternehmen der Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft mit Sitz in Stuttgart ist er Teil einer Verlagsgruppe, die zu den führenden Anbietern für wissenschaftliche Literatur im deutschsprachigen Raum gehört. Das Verlagsbüro befindet sich in der Wiener Innenstadt im Regensburger Hof am Lugeck – passend für einen Verlagsstandort – direkt bei einem Denkmal für Johannes Gutenberg, dem Erfinder des Buchdrucks.

Geschichte

Die Geschichte des Verlag Österreich reicht zurück bis in das Jahr 1804 mit der Gründung der k. k. Hof- und Staatsdruckerei durch Kaiser Franz II./I. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie 1918 wird diese als Österreichische Staatsdruckerei weitergeführt. 1997 erfolgt die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, die 1999 in Print Media Austria AG umbenannt wird. Der Verlag Österreich wird schließlich als juristischer Fachverlag ausgegliedert und im Jahr 2000 privatisiert. Im November 2008 wird die Verlag Österreich GmbH von der Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft erworben. Anfang 2012 übernimmt der Verlag Österreich das rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Programm von SpringerWienNewYork im Zuge eines Teilbetriebsübergangs.

Publikationen

Das Verlagsprogramm umfasst Inhalte in den Bereichen Öffentliches Recht, Strafrecht, Zivil- und Unternehmensrecht aufbereitet für Wissenschaft, Justiz und die juristische Berufspraxis. Es verfügt über 2000 lieferbare Buchtitel und mehr als 20 Fachzeitschriften sowie verschiedene elektronische und Online-Angebote.

Bekannt ist der Verlag Österreich für die Herausgabe der Amtlichen Sammlungen der Entscheidungen, Erkenntnisse und Beschlüsse aller drei österreichischen Höchstgerichte (Verfassungsgerichtshof, Verwaltungsgerichtshof und Oberster Gerichtshof). Dazu kommen zahlreiche weitere Standardwerke, wie die Großkommentare zum ABGB, zum Strafrecht, zum Bundesverfassungsrecht und zum Vergaberecht. Das Verlagsprogramm enthält Klassiker wie die „Reine Rechtslehre“ von Hans Kelsen oder Nachschlagewerke wie den „Österreichischen Amtskalender“, das Verzeichnis aller österreichischen Ämter und Behörden.

Mit der Übernahme des rechtswissenschaftlichen Programms von SpringerWienNewYork wurde das Angebot um zahlreiche Wissenschaftstitel, die Reihe „Forschungen aus Staat und Recht“ sowie Zeitschriften mit hohem wissenschaftlichem Anspruch, wie die „Juristischen Blätter (JBl)“ oder die „Zeitschrift für öffentliches Recht (ZÖR)“ ergänzt. Darüber wuchs der Bereich der akademischen Lehrbücher auf knapp 70 Titel, darunter die Reihe zum Bürgerlichen Recht, an.

Zu den klassischen Buch- und Zeitschriftenpublikationen bietet der Verlag Österreich auch Kombinationsprodukte aus Print- und Online-Medien an. Im Bereich Online kooperiert der Verlag seit März 2013 mit LexisNexis Österreich auf der Fachdatendatenbank LexisNexis® Online, auf der Inhalte aus sämtlichen Rechtsgebieten im Volltext zugänglich gemacht werden.

JURnet ist die verlagseigene Plattform des Verlag Österreich, auf der zielgruppenspezifische Produkte in Form von Fachmodulen online abgerufen werden können. Dazu zählen „A-expert“ (ArbeitnehmerInnenschutz), die „Aushangpflichtigen Gesetze“ und der „Österreichische Amtskalender“. Die Verlag Österreich eLibrary wendet sich speziell an den Bibliotheks- und Wissenschaftsbetrieb und bietet seit 2015 Zugriff auf die Volltexte juristischer Bücher und Zeitschriften aus dem Verlagsprogramm.