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vom 20.05.2018, aktuelle Version,

Waldviertler Schnellstraße

Die Waldviertler Schnellstraße S 3 war eine projektierte Verkehrsverbindung zwischen Korneuburg und der Staatsgrenze bei Neunagelberg. Heute bedient diese Relation die E49.

Geschichte

Erstmals der breiten Öffentlichkeit benannt wurde die Waldviertler Schnellstraße im Bundesstraßengesetz von 1971. Mit dieser Straße sollten Teile der Horner Straße und Teile der Waldviertler Straße zu einem neuen Straßenzug zusammengefasst werden. Der Verlauf war mit KorneuburgStockerauHollabrunnHornGmünd/Neunagelberg angegeben. Das Projekt erreichte das Planungsstadium, wurde aber im Bereich des Waldviertels nie umgesetzt; lediglich zwischen Korneuburg und Stockerau wurden die Planungen mit der Donauufer Autobahn in die Realität umgesetzt.

Seitdem taucht aber eine nicht näher definierte Waldviertler Schnellstraße oder eine Waldviertel Autobahn immer wieder als regionalpolitische Forderung auf.[1][2][3] Sie möge der Region wirtschaftlichen Aufstieg bringen und der Abwanderung entgegenwirken.

Ausbau als Europastraße

Ungeachtet dessen wurden aber in den vergangenen Jahrzehnten die bestehenden Bundesstraßen längs dieser Stecke, die Waldviertler Straße bis Horn und die Horner Straße nach Stockerau, durch Streckenverbreiterungen, Begradigungen, Ortsumfahrungen usw. laufend ausgebaut, sodass damit eine beinahe gleichwertige Straßenverbindung geschaffen wurde, die streckenweise mit einem Zusatzfahrstreifen ausgestattet ist und durch Brückenbauwerke und Beschleunigungsstreifen abschnittsweise sogar kreuzungsfrei ausgebaut ist. Mehrmals wurde dabei auf die Planungsgrundlagen aus den 1970ern zurückgegriffen. Diese Relation wird auch als Europastraße 49 geführt.

Die einzelnen Projekte längs dieser Straßenverbindung sind:

Trivia

Der begonnene Ausbau der S3 zwischen Korneuburg und Stockerau wurde in den 2000ern als Weinviertler Schnellstraße über Hollabrunn in Richtung Staatsgrenze Kleinhaugsdorf weitergeführt.

Das südliche Waldviertel wird auch über die Kremser Straße (B37), die meist dreispurig, weitgehend kreuzungsfrei und ab Krems über Schnellstraßen und Autobahnen mit Wien oder St. Pölten verbunden ist, erschlossen.

Einzelnachweise

  1. FSG NÖ: Warum will LH Pröll das Waldviertel um seine Zukunft bringen?, Presseaussendung des FSG NÖ vom 28. Nov. 2012
  2. Resolutionsantrag der Abgeordneten Waldhäusl, Gabmann, Rosenkranz, Ing. Huber und Königsberger betreffend: Errichtung einer Autobahn/Schnellstraße für das Waldviertel, 2013, PDF
  3. Norbert Hofer will Projekt Waldviertelautobahn vorantreiben auf diepresse.at, abgerufen am 12. Jänner 2018