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vom 02.12.2018, aktuelle Version,

Werner Neubauer (Politiker)

Werner Neubauer (2011)

Werner Neubauer (* 29. Oktober 1956 in Linz) ist ein österreichischer Politiker (FPÖ) und seit dem 30. Oktober 2006 Abgeordneter im österreichischen Nationalrat.

Schule und Ausbildung

Werner Neubauer besuchte zunächst die Volksschule in Feldkirchen an der Donau (1963–1967) und wechselte danach ins BRG Fadingerstraße Linz, das er bis 1973 besuchte. Danach leistete Neubauer seinen Präsenzdienst ab. Während seiner Tätigkeit als Magistrats-Angestellter, absolvierte er zwischen 1981 und 1985 das Realgymnasium für Berufstätige, das er mit der Matura abschloss. Später begann er ein Studium der Kunstgeschichte an der Katholischen Privatuniversität Linz, das er am 1. Juli 2017 mit dem akademischen Titel eines "Bachelor of Arts" abschloss.[1]

Beruflicher Werdegang

Werner Neubauer war von 1978 bis 2002 beim Magistrat Linz beschäftigt. Von 1986 bis 2000 arbeitete er als Fachreferent für Bau- und Gewerbeangelegenheiten. 2002 wechselte er in das Amt der Oberösterreichischen Landesregierung und war als Referent im Ressort Wasserrecht des Landesrates Hans Achatz (FPÖ) tätig. Zwischen 2003 und 2006 war Neubauer ebenfalls als Referent für Anlagenverfahren: Abfallwirtschaft, Abfallbeseitigung, Bezirksabfallverband, Wasserwirtschaft, Abwasserentsorgung, Deponien, Recyclinganlagen und Gewerbewirtschaft an der Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung tätig. Seit 2002 ist Neubauer Generalsekretär des Österreichischen Seniorenringes.

Politik

Werner Neubauer trat 1978 der SPÖ bei, Mitte der 1980er Jahre wechselte er zur FPÖ.[2] 1991 stieg er als Gemeinderat der FPÖ in der Stadt Linz in die Politik ein und war zwischen 1998 und 2005 Ortsparteiobmann der FPÖ Linz Mitte. Vom Frühjahr 2009 bis 2012 stand Neubauer der FPÖ Ortsgruppe Linz-West vor. Zwischen 1991 und 2005 war Neubauer Mitglied der Bezirksparteileitung der FPÖ Linz, der er seit 2007 wiederum angehört. von 2002 bis 2015 bekleidete Neubauer die Funktion des Generalsekretärs im Österreichischen Seniorenring. Im Dezember 2015 wurde er zum Bundesobmann gewählt.

Seit 2005 ist er Mitglied im Bundesparteivorstand der FPÖ, von 2006 bis 2012 auch Mitglied des Landesparteivorstandes der FPÖ Oberösterreich.

Bei den Nationalratswahlen 2006 trat Neubauer im Wahlkreis 4a an und wurde über den Bundeswahlvorschlag gewählt. Er zog am 30. Oktober 2006 in den Nationalrat ein. Schwerpunkte seiner Tätigkeit als Abgeordneter sind die Themen Südtirol, Soziales, Senioren, Umwelt und seine Mitwirkung im Kulturausschuss. Er ist Seniorensprecher der FPÖ. 2009 gründete Neubauer den Verein SOS-Abendland, dessen Bundesobmann er bis 2015 war. Neubauer hat auf Anfrage der rechtsextremen[3][4][5] Zeitschrift Die Aula für die Publikation "1848 – Erbe und Auftrag" den Beitrag "1848 in Linz und dem Land ob der Enns"[6] verfasst.

Werner Neubauer ist verheiratet und hat drei Kinder. Er ist Mitglied der Schützenkompanie "Major Josef Eisenstecken" Gries, Obmann des Bergiselbundes Österreich und Mitglied des Österreichischen Turnerbundes (ÖTB), Neubauer kommentiert außerdem auf Unzensuriert.at aktuelle Geschehnisse.

Großen Einsatz zeigte er in der Südtirolfrage. Er ist Mitglied des Südtirol-Ausschusses des österreichischen Nationalrats und hat dort zahlreiche Beschlussanträge eingebracht und hat Gespräche mit allen im Südtiroler Landtag vertretenen Parteien geführt.[7][8][9][10]

Kontroversen

In jahrelangem Konflikt steht Neubauer mit dem Linzer Kriminalbeamten und Datenforensiker Uwe Sailer, dem Neubauer eine Bespitzelung der FPÖ vorwirft. Sailer wurde von Neubauer nach diversen Paragrafen des Strafgesetzbuches angezeigt, keine der Anzeigen führte jedoch zu einer Anklage.[11]

Neubauer trat im Jahr 2010 bei einer "Anti-Minarett-Konferenz" der rechtsextremen Kleinpartei Pro NRW auf, wo er dem Publikum erklärte, dass er Deutscher sei, weil seine Großeltern Deutsche gewesen seien und er deshalb gemeinsam mit seiner Mutter nach der Scheidung der Eltern wiederum hätte die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen sollen. Deshalb hätte ihn diese Einladung wiederum zurück in seine Heimat gebracht.

In seiner Rede, mit der Neubauer auch in einem Bericht des deutschen Verfassungsschutzes zitiert wird, machte er sich über homosexuelle Politiker lustig und erklärte, dass die Wiener SPÖ beabsichtige, die Nikolaus-Feierlichkeiten wegen der Migranten abzuschaffen.[12]

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. ku-linz.at: Verleihung von akademischen Graden. In: Katholische Privat Universität Linz. (ku-linz.at [abgerufen am 6. August 2017]).
  2. Der Standard: "Es geht gar nicht um einen Anschluss", 27. Juni 2011
  3. Max Preglau: Rechtsextrem oder postmodern? - Über Rhetorik, Programmatik, Interaktionsformen und ein Jahr Regierungspolitik der (Haider-)FPÖS. (PDF; 179 kB) In: SWS-Rundschau. Heft 2/2001, S. 193–213.
  4. Reinhold Gaertner: Die ordentlichen Rechten. Die Aula, die Freiheitlichen und der Rechtsextremismus. Pictus Verlag, Wien 1996.
  5. Aula. (Memento des Originals vom 20. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/doewweb01.doew.at Im: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes.
  6. 1848 – Erbe und Auftrag. Aula Verlag, Graz, 1998
  7. Landtag. In: www.landtag-bz.org. 25. Oktober 2016, abgerufen am 1. November 2016.
  8. Südtirol-Ausschuss informiert sich über Statutsreform. In: Südtirol News. (suedtirolnews.it [abgerufen am 1. November 2016]).
  9. Neubauer/Gartelgruber: Südtirol Ausschuss bringt Durchbruch bei faschistischen Relikten und Begnadigung für Südtirol-Aktivisten! (fpoe-tirol.at [abgerufen am 1. November 2016]).
  10. Aufgaben des Südtirol-Unterausschusses. In: offenesparlament.at. Abgerufen am 1. November 2016.
  11. Erfolglose Anzeigenflut der FPÖ gegen Polizisten. In: derStandard.at. 2. Oktober 2011, abgerufen am 13. Dezember 2017.
  12. Der Standard, Rückendeckung für Königshofer aus dem FPÖ-Klub, 29. Juli 2011
  13. Wiener Zeitung: Personalnachrichten. Artikel vom 9. August 2017, abgerufen am 25. November 2017.