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vom 16.02.2019, aktuelle Version,

Wilfried Zeller-Zellenberg

Wilfried Zeller-Zellenberg (* 28. Jänner 1910 in Wien; † 3. April 1989 ebenda) war ein österreichischer Buchillustrator und Autor.

Ehrengrab am Zentralfriedhof

Wilfried besuchte nach einer schwierigen Jugend die Kunstgewerbeschule in Wien. Er ging 1930 nach Berlin, lebte dort als Schnellzeichner und kehrte 1933 nach Wien als freischaffender Künstler zurück.

1938 wurde er kurz verhaftet und ihm dann die Aufnahme in die Reichskulturkammer verweigert. Dies kam einem Berufsverbot als Künstler gleich. Er war dann Lastwagenfahrer und Autohändler, worauf er 1939 als Kraftfahrer in die Wehrmacht einberufen wurde.

1943 wurde er schwer verwundet und in der Folge 1944 aus dem Militärdienst entlassen. Er absolvierte dann einen Kurs an der Hochschule für angewandte Kunst und lebte nun als freischaffender Künstler.

Er schuf Zeichnungen und Aquarelle und wurde mit Buchillustrationen bekannt. Er illustrierte mehr als 400 Werke, darunter Bücher von Kurt Tucholsky und Erich Kästner. Für den Wiener Autor Jörg Mauthe illustrierte er das 1961 erschienene Buch Der gelernte Wiener.

Am 30. April 1986 erhielt Zeller-Zellenberg von Kulturstadtrat Franz Mrkvicka im Wiener Rathaus die Ehrenmedaille der Stadt Wien in Gold.

Zeller-Zellenberg gehörte der Künstlervereinigung Der Kreis an, die 1946 bis 1980 bestand und für Toleranz gegenüber allen modernen Stilrichtungen eintrat. Letzter Präsident war Franz Zadrazil.[1] Seit 1973 gehörte Zeller dem Österreichischen P.E.N.-Club an.

Im elektronischen Katalog der Österreichischen Nationalbibliothek fanden sich zu Zeller-Zellenberg im Herbst 2016 115 Eintragungen, darunter von ihm illustrierte Werke mit Texten von Eva Bakos, Franz Karl Ginzkey, Helmut Leiter, Johann Nestroy, Käthe Recheis, Johannes Mario Simmel, Max Stebich, Mark Twain, Josef Weinheber und Renate Welsh.

In dem österreichischen Gesellschaftsfilmdrama Moos auf den Steinen aus dem Jahre 1968 von Georg Lhotsky spielte er die Rolle des alten Barons. Dem Film, der zu seiner Zeit als zentrales Werk eines neuen österreichischen Films angesehen wurde, liegt der gleichnamige Roman von Gerhard Fritsch, der auch am Drehbuch beteiligt gewesen war, zugrunde.

Zeller-Zellenberg wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof in einem ehrenhalber gewidmeten Grab bestattet.[2]

Literatur

Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Band 5 (Ru–Z), Kremayr & Scheriau, Wien 1997, ISBN 3-218-00547-7, S. 695

Einzelnachweise

  1. Czeike: Historisches Lexikon Wien, Band 3 (Ha–La), S. 604
  2. Grabstein auf einer privaten Website