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vom 23.06.2016, aktuelle Version,

Wolf Alexander Ernst Christoph von Blanckensee

Wolf Alexander Ernst Christoph von Blankensee (* 17. April 1684 Reichenbach[1]; † 30. September 1745 in Soor) war ein preußischer Generalmajor, Chef des Infanterieregiments Nr. 23 und Amtshauptmann von Neidenburg und Soldau.

Leben

Herkunft

Er war der Sohn des Obristen Christian Henning von Blankensee (* 1645; † 7. September 1693 vor Belgrad) und der Hedwig Juliana von Volkmar.

Militärkarriere

1719 kam Blanckensee zum Infanterieregiment „Forcade“ Nr. 23. Am 17. Januar 1721 wurde er bereits Major und im Jahr 1732 Oberstleutnant. Er wurde zu dieser Zeit von König Friedrich I. mit dem Ausbau der Friedrichstadt in Berlin beauftragt. Blanckensee fiel dann einige Zeit in Ungnade, versöhnte sich dann aber wieder mit dem König. So erhielt er 1736 die Amtshauptmannschaft von Neidenburg und Soldau und dazu ein Geschenk von 500 Dukaten. 1740 wurde er Oberst und am 28. Mai 1743 Generalmajor. Im Juli des Jahres wurde er Chef des Infanterieregiments Nr. 23. Sein Sohn Friedrich Wilhelm war Leutnant und wurde sein Generaladjutant. In der Schlacht bei Soor wurden beide von der gleichen Kanonenkugel getötet.

Er war am Pommernfeldzug 1715/16 beteiligt, 1734/1735 bei den Kämpfen am Rhein sowie am Ersten Schlesischen Krieg.

Familie

Blanckensee war mit einer von Witten verheiratet. Sie war die Stieftochter des Generals Hans Kaspar von Herzberg. Von seinen Söhnen starben drei im Siebenjährigen Krieg. Er hatte mit seiner Frau folgende Kinder:

∞ Marie Juliane von Flemming aus dem Hause Böck (* 3. November 1724; † 28. Juni 1773) [2]
∞ Frederike Luise von Boden (* 12. August 1724; † 14. Januar 1805) (Tochter von Staatsminister Freiherr August Friedrich von Boden (1682–1762)) [3] [4]
  • Georg Alexander (* 1718; † 22. November 1757 bei Breslau)
  • Friedrich Wilhelm (* 1721; † 30. September 1745 bei Soor)
  • Friedrich (* 1722; † 3. November 1760 bei Torgau)
  • Carl August (* 1723; † vor 1763)
  • Caspar Heinrich Ludwig (* 1725; † vor 1763)
  • Friedrich Alexander Christoph (* 1726)
  • Friedrich Wilhelm (* 1727)

Literatur

Einzelnachweise

  1. Nach Priesdorff (Lit.); Schlagenthin wird als Geburtsort in keiner der angegebenen Quellen genannt; das bei Lange (Lit.) angegeben Geburtsdatum ist eine Verwechslung mit dem Sterbedatum des Vaters.
  2. Stammbaum
  3. Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues preussisches Adelslexicon. Band 1, 1836, S. 265, Digitalisat, Ergänzungen Band 4, 1837, S. 384, Digitalisat
  4. Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten. 2009, S. 96