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vom 25.01.2019, aktuelle Version,

Zerschlag mein Herz

Filmdaten
Originaltitel Zerschlag mein Herz
Produktionsland Österreich
Originalsprache Romani, Slowakisch, Deutsch
Erscheinungsjahr 2018
Länge 99 Minuten
Altersfreigabe JMK 12[1]
Stab
Regie Alexandra Makarová
Drehbuch Alexandra Makarová,
Sebastian Schmidl
Produktion Simon Schwarz,
Konstantin Seitz
Musik Johannes Winkler
Kamera Georg Weiss
Schnitt Lisa Zoe Geretschläger
Besetzung

Zerschlag mein Herz ist ein österreichischer Spielfilm aus dem Jahr 2018 von Alexandra Makarová. Die Premiere erfolgte im März 2018 auf der Diagonale[2] und der österreichische Kinostart am 5. Oktober 2018.[3] In Deutschland wurde der Film im September 2018 am Fünf Seen Filmfestival gezeigt.[4]

Handlung

Der Film erzählt die Geschichte einer Gruppe von in Wien lebenden slowakischen Roma, die ihren Lebensunterhalt durch Betteln erstreiten. Der 17-jährige Roma Pepe, dessen Vater gestorben ist, lebt zusammen mit seinem despotischen Onkel Robert Horváth, genannt „Rocky“, in einem baufälligen Haus am Rande Wiens. Schutzherr Rocky tyrannisiert seinen eigenen Clan, darunter seine Freundin Terezka, die er auf den Strich schickt. Um Geld für seine Familie zu verdienen geht Pepe täglich mit anderen betteln.

Eines Tages taucht die attraktive 16-jährige Marcela auf und stößt zur Gruppe. Sie stammt aus dem gemeinsamen Heimatdorf in der Ostslowakei und soll unter Rocky die Schulden ihres Vaters abarbeiten. Pepe soll sich um sie kümmern und beginnt mit ihr durch die Stadt zu streifen. Dabei beginnen sich Pepe und Marcela sich ineinander zu verlieben. Gemeinsam lässt sich ihr Außenseiterleben leichter ertragen und so träumen die beiden von einer gerechteren und besseren Zukunft. Allerdings hat auch der despotische Rocky ein Auge auf Marcela geworfen und versucht sie in eine Zwangsehe zu treiben. Eine arrangierte Ehe mit Rocky soll ihre Familie von der Schuldenlast befreien. Für Pepe und Marcela beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.[5][3][6][2]

Produktion

Die Dreharbeiten fanden im Sommer 2016 in Wien, Niederösterreich und der Ostslowakei statt.[7] Produziert wurde der Film von der Alternative Productions. Als Produzent fungierte neben Konstantin Seitz erstmals der Schauspieler Simon Schwarz,[8] der seit 2012 mit der Regisseurin und Drehbuchautorin Alexandra Makarová liiert ist.[5] Für Alexandra Makarová war dies das Regiedebüt in einem Langspielfilm. Der Film ist auf Romani und Slowakisch mit deutschen Untertiteln. Die Hauptrollen wurden mit Laiendarstellern besetzt.[5][7]

Für das Kostümbild und Szenenbild zeichnete Momo Ehegartner verantwortlich, für den Ton Peter Rösner.[2][6]

Rezeption

derStandard.at befand dass der Film seine Romeo-und-Julia-Erzählung mit einem poetischen Realismus verbinden würde, wie man ihn im heimischen Kino sonst kaum sehen würde. „Makarová verzichtet wohlweislich auf die Darstellung expliziter Gewalt und behält sich damit die Möglichkeit eines empathischen Blicks vor. Getaucht in kräftige, bunte Farben haftete dieser Geschichte einer verunmöglichten Liebe etwas Märchenhaftes und zugleich Surreales an – so wie ein Traum, von dem man bereits im Schlaf weiß, dass er nicht wahr sein kann.“[9]

Andrey Arnold schrieb in der Tageszeitung Die Presse, dass die Art, wie der Film seine Geschichte erzählt, aus der Masse österreichischer Dramen herausstechen würde. Statt tristem Grau würden satte Farben von der Leinwand strahlen, „statt kühler, analytischer Distanz setzt es große Gefühle.“ Der überhöhte Stil mit Zeitlupen, Traumsequenzen und expressiver Farbdramaturgie würde dabei helfen, manch holprige Plotwendung „nicht allzu sehr unter die Glaubwürdigkeitslupe zu nehmen. Dass in Wirklichkeit alles noch schlimmer ist, weiß man ohnehin. Umso beachtlicher, wie Zerschlag mein Herz dieser Wirklichkeit etwas Poesie abringt.“[10]

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. Alterskennzeichnung für Zerschlag mein Herz. Jugendmedien­kommission.
  2. 1 2 3 Diagonale 2018: Zerschlag mein Herz. Abgerufen am 29. September 2018.
  3. 1 2 film.at: Zerschlag mein Herz A 2018. Abgerufen am 29. September 2018.
  4. Süddeutsche: Filmtipp des Tages Junge Liebe mit Hindernissen. Artikel vom 6. September 2018, abgerufen am 29. September 2018.
  5. 1 2 3 WOMAN: Wenn aus Liebe Arbeit wird. Ausgabe 20/2018.
  6. 1 2 Zerschlag mein Herz bei crew united. Abgerufen am 29. September 2018.
  7. 1 2 Kurier: Simon Schwarz: "Man macht es Neuen nicht einfach". Artikel vom 10. Jänner 2017, abgerufen am 29. September 2018.
  8. Simon Schwarz: Hitzestau trotz Sauerkraut. Artikel vom 18. August 2018.
  9. derStandard.at: Diagonale-Finale: Die unumgängliche Begegnung mit uns selbst. Artikel vom 18. März 2018, abgerufen am 29. September 2018.
  10. diepresse.com: „Zerschlag mein Herz“: Ein Rom und seine Julia. Artikel vom 9. Oktober 2018, abgerufen am 11. Oktober 2018.
  11. Das sind die Gewinner der 40. Biberacher Filmfestspiele. Artikel vom 4. November 2018, abgerufen am 5. November 2018.