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Belopotoczky, Koloman#


* 6. 2. 1845, Rosenberg (Rózsahegy bzw. Ružomberok, Komitat Liptau, Nordungarn, nunmehr mittlere Slowakei)

† 15. 12. 1914, Großwardein (Nagy-Varad bzw. Oradea, Komitat Bihar, Ostungarn; nunmehr Westrumänien)


Apostolischer Feldvikar und Titularbischof
Belopotoczky war slowakischer Herkunft und wurde 1868 zum Priester geweiht. Nach weiteren Studien in Wien (Dr. theol. 1872) war er in Ungarn als Professor für Pastoral- und Moraltheologie tätig. Seit 1882 wieder in Wien wurde er 1890 von Kaiser Franz Joseph als Nachfolger von Anton Gruscha zum Apostolischen Feldvikar ernannt und zum Titularbischof geweiht. Als solcher war er der oberste Seelsorger der k. u. k. Armee und k. u. k. Marine sowie der k. k. Landwehr und des k. ung. Honvéd. Die von ihm grundgelegte Militärseelsorge wirkt teilweise bis heute fort.

Belopotoczky kam in Wien in Kontakt zur Christlichsozialen Bewegung und war Mitbegründer der Österreichischen Leo-Gesellschaft. Er zählte zu den Vertretern der damaligen reformkatholischen Bewegung. 1911 wurde er pensioniert.

Literatur#

  • Hartmann, Gerhard: Koloman Belopotoczky, in: Die Bischöfe der deutschsprachigen Länder 1785/1803 bis 1945. Ein biographisches Lexikon. Hg. von Erwin Gatz. Berlin 1983, S. 33f.

Redaktion: G. Hartmann