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Buchbinder, Rudolf#

* 1. 12. 1946, Leitmeritz (Litomeřice, Tschechische Republik)


Konzertpianist


Rudolf Buchbinder
Rudolf Buchbinder. Foto, 1995
© Zur Verfügung gestellt von Rudolf Buchbinder, privat.

Rudolf Buchbinder wurde am 1. Dezember 1946 im böhmischen Leitmeritz geboren.


Rudolf Buchbinder war mit fünf Jahren der jüngste Student, der jemals an der Wiener Musikhochschule aufgenommen wurde; seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte der hochbegabte Bub, der in Wien aufwuchs, bereits mit neun Jahren. Ab 1958 studierte er bei Bruno Seidlhofer, der auch Friedrich Gulda ausbildete.


Als Pianist des Wiener Trios errang er 1961 den 1. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. Danach widmete er sich zunehmend seiner Laufbahn als Solist.


Rudolf Buchbinder hat mit seinen Beethoven-Interpretationen Maßstäbe gesetzt. Auch seine Einspielung der beiden Brahms-Klavierkonzerte mit dem Königlichen Concertgebouw-Orchester unter Dirigent Nikolaus Harnoncourt fand in der Musikwelt große Beachtung.

Rudolf Buchbinders Repertoire ist sehr umfangreich - z.B. 27 Mozart- und 32 Beethoven-Klaviersonaten - und schließt auch zahlreiche Komponisten des 20. Jahrhunderts ein.

Sein musikalisches Schaffen wurde bisher mit über 100 Platten- und CD-Einspielungen dokumentiert.



Vor einigen Jahren startete Buchbinder eine zweite Karriere als künstlerischer Leiter des Musik-Sommers und Musik-Festivals Grafenegg.

Auszeichnungen, Ehrungen (Auswahl)#

  • Lipatti-Medaille, 1962
  • 1966 Van-Cliburn-Preis, 1966
  • 1. Preis beim Beethoven-Klavierwettbewerb, 1967
  • Grand Prix du Disque für die Aufnahme sämtlicher Klavierwerke von Joseph Haydn, 1976
  • Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, 1989
  • Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, 2003
  • Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold, 1996
  • Goldenes Ehrenzeichen des Landes Salzburg, 2004
  • Goldene Ehrenmedaille der Stadt Wien, 2007
  • Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde, 2008
  • Goldene Medaille des Ordens Gloria Artis, die höchste polnische Kultur-Auszeichnung, 2011

Quellen#



Redaktion: I. Schinnerl