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Sulzer, Balduin#

* 15. 3. 1932, Großraming (Oberösterreich)


Komponist und Geistlicher


Balduin Sulzer
Balduin Sulzer
Foto © Erich Prokosch
Balduin Sulzer wurde am 15. März 1932 in Großraming in Oberösterreich geboren.

Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte er Philosophie und Theologie sowie die Unterrichtsfächer Musik und Geschichte.

Er erhielt seine musikalische Ausbildung am Brucknerkonservatorium in Linz (Klavier, Orgel, Kontrabass, Tonsatz), an der päpstlichen Musikhochschule in Rom (Orgel, Gregorianik, Chorleitung) und an der Musikhochschule in Wien (Musikerziehung und Klavier).

Nach mehrjähriger Tätigkeit als Musikpädagoge an verschiedenen Gymnasien, als Korrepetitor am Bruckner-Konservatorium und als Domkapellmeister in Linz war er 23 Jahre als künstlerischer Leiter am (von ihm gegründeten) Musikgymnasium Linz tätig, wo unter seiner Leitung das Linzer Jeunesse-Orchester und der Mozartchor Linz entstanden. (Einer der Absolventen des ersten Jahrganges war u.a. Franz Welser-Möst. )

Sulzers Werkverzeichnis umfasst aktuell rund 420 Titel, darunter 2 Opern, 9 Symphonien, 1 Passion, 12 Instrumental-Konzerte, Klavier- und Kammermusik, Lieder und Chormusik.

Aufführungen seiner Werke gab es u. a. mit dem London Philharmonic Orchestra, dem Sendai Philharmonic Orchestra, den Philharmonischen Orchestern von Kiel und Erfurt, dem Kammerorchester Stockholm, dem Brünner Kammerorchester, dem Bruckner Orchester Linz und dem Wiener Kammerorchester.

Der Zisterzienser-Chorherr lebt im Stift Wilhering, wo er auch ls Stiftskapellmeister tätig ist.

Auszeichnungen, Ehrungen (Auswahl)#

  • Landeskulturpreis Oberösterreichs für Musik, 1977
  • Kulturmedaille der Stadt Linz, 1984 und 2007
  • Heinrich-Gleißner-Preis, 1993
  • Anton-Bruckner-Preis, 1996
  • Würdigungspreis der Republik Österreich, 1996
  • Ehrenring der Marktgemeinde Wilhering, 1996
  • Goldenes Ehrenzeichen des Landes Oberösterreich, 2012

Quellen#

Literatur#

  • G. Brosche (Redaktion), Musikalische Dokumentation B. Sulzer, Ausstellungskatalog, Österreichische Nationalbibliothek, Wien 1995



Redaktion: I. Schinnerl