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Ein Aufsatz, den Sāmaṇa vor längeren geschrieben hatte. Mögen Sie Ihn annehmen könnten, weiter teilen oder wie immer, für gute und keine wirtschaftlichen Zwecke verwenden.

Geben, nehmen und die "neue" Welt#

"Arbeit macht frei!?", ist ein Satz den man nicht mag.

Ich freue mich sehr über die Arbeit "Wege zur Eintracht" von Dr. Hecker, und es ist ein Schatz aus dem wir, wenn wir aufmerksam sind, sehr viel lernen können.

Den Abschnitt "Geben", möchte ich hier gerne heraus fassen:

aus "sangha vatthu - 1. Was ist nun Art des Gebens ?" :

"Da gibt ein Mensch Gaben und Geschenke, er ist freigiebig und hilfsbereit, gastfreundlich und großzügig. Wo auch immer ein Bedürftiger und Notleidender an ihn herantritt, da hilft er. Wo auch immer er jemandem durch ein Geschenk eine Freude machen kann, da tut er dieses. Not zu lindern und Freude zu bereiten, gibt er: Geben macht ihn froh, Geben beglückt ihn, Geben erfreut ihn und fern ist er von Geiz, Neid und Habgier. Den anderen Menschen aber ist er lieb und angenehm, die Edlen suchen seinen Umgang, er gewinnt einen guten Ruf, ihm eignet ein sicheres Auftreten und sein Herz wird leichter und leichter von Furcht und Sorge um die Lebensnotwendigkeiten. Und auch im Jenseits erwirkt er sich hohen Lohn und hohe Macht. Nicht gibt er leichtsinnig, so daß er selbst anderen zur Last fällt und nicht gibt er blindlings, ohne Rücksicht auf den Empfänger; sondern er gibt mit Bedacht, eingedenk der eignen Möglichkeiten und eingedenk der Lage des anderen. Und je mehr sein Herz von der Gesinnung des Gebens erfüllt wird, desto selbstloser wird er. So wandelt er zum eignen Heil und zum Heil der anderen.

Bald aber merkt er, daß dies noch nicht die vollkommene Art ist, die zur Eintracht führt. Und warum? Weil er die Erfahrung macht, daß die besten Gaben oft den anderen doch nicht aufheitern können: Mit vollen Händen steht er dann mit leeren Händen da, hilflos im Helfen. Und ferner noch: Er macht die Erfahrung, daß er selber oft durch harte Worte die Eintracht und die Freude des anderen wieder zerstört, die er durch sein Geben hervorrief. So regt Geben dazu an, die Not des anderen tiefer zu verstehen und die eignen Fehler tiefer anzugreifen."

Ich denke jeder kennt dies in einer gewissen Weise, und hier vielleicht ein Fallbeispiel von "durch harte Worte die Eintracht und die Freude des anderen wieder zerstört, die er durch sein Geben hervorrief":

Dieses Thema ist sehr tief und vielschichtig und man ist schnell versucht sich bereits nach den ganz rauen und obersten Schichten ein "Urteil" zu machen und stellt dann gerne auf Ignorieren um. Oft sogar wird dies dann als Gleichmut bezeichnet, doch das ist es ganz und gar nicht.

Es ist die Flucht aus einer "Realität", die man nicht handhaben möchte, da man sich, um das Thema zu durchdringen, mit sich selber beschäftigen müßte, sich etwas mehr aufgeben müßte, und das ist etwas was nur wenige wollen oder als Weg erkennen.

Bevor man überhaupt geben kann, muß man lernen anzunehmen oder besser Gaben als Gaben und nicht als Selbstverständlichkeiten zu sehen und die Großzügigkeit darin erkennen. Jeden den man fragen würde "Kannst du annehmen?" würde spontan und mit sicherer Stimme sagen "Natürlich", aber ist das wirklich so? Eine sehr eindringliche Erfahrung hatte ich in den Jahren, die ich mit einfachen Reisbauern, Jägern und Sammlern in einem abgelegenen Dorf in einer unentwickelten Gegend in Kambodscha machte.

Die Gesetze des Gebens und Nehmens werden hier - heute wohle eher aus Gewohnheit und weniger aus Verständnis - sehr streng beachtet. Es gibt ganz genaue Regeln, wem man wie, wo und unter welchen Umständen etwas gibt, ohne damit eine Unruhe in die Gruppe zu bringen und gleichzeitig Eifersucht und Unausgeglichenheit damit Einhalt gebietet. Das ist alles eine sehr gesunde und gruppenerhaltende Tradition. Doch auch diese benötigt eine Quelle all dessen, was man verteilen und teilen kann, da ja nichts von alleine oder gar von einem selbst kommt. Hier ist es der Wald, die Natur. Das was man dort entnimmt, wird zum Gegenstand des Teilens und Verteilens. Das ist bei uns, in der "modernen" Welt nicht anderes, aber unter Umständen sehr weit weg von der gewöhnlichen Wahrnehmung. Doch ich möchte hier vorerst gar nicht so tief gehen. Da gibt es nämlich ein Verhalten, daß sehr alltäglich und auf einer eigentlich sehr rauen Ebene des Unaufmerksamkeit passiert. So machte ich Erfahrung, daß die meisten Dorfbewohner in den seltensten Fällen fähig waren Dinge anzunehmen. Sicherlich war der Grund der Ablehnung von Gaben oder Geschenken oft ein Gruppenbedingter, aber dieser Verhaltensart machte ja ihre grundlegende Gier nicht weg.

So würde ein Nachbar so gut wie nie ein Geschenk annehmen, z.B. ein paar Früchte aus dem Garten. Er würde sich damit eine Verbindlichkeit schaffen, die Notwendigkeit dies entweder zurück zu geben, oder in gewisser Weise, anderen ebenfalls etwas Teil werden zu lassen, oder aus dem Bekommenen etwas Gutes zu machen. Alles andere würde sein Gewissen belasten oder ihn in eine Situation bringen, wo er seine gewünschte erhabene Stellung, seine Status verliert. Wer will schon ein Empfänger sein. Wir wollen gewöhnlich großzügige Herren und Gebieter darstellen. Und das gilt für den einfachen Reisbauer wie für den Highsociety-Helden der "moderen" Welt. Aber diese Einstellung macht das Verlagen ja nicht weg und es ist ja nicht so, daß man gewöhnlich ohne Gaben oder Zumittel von Außen auskommt. Und so war es für mich erstaunlich ja sogar schockierend, daß die selben Leute, denen man etwas entgegen gereicht hat, in der Nacht dann eifrig gestohlen haben, was sie zuvor als Geschenk entgegen gereicht bekommen haben. Auf diese Weise scheint es ihnen möglich die Dinge (an)zu nehmen. Sie müssen das Gefühl haben, daß sie selber dazu gekommen sind, es sich selbst erarbeitet haben. Sie sind das Nehmen, ja genau genommen, das Stehlen, so gewohnt, daß etwas zu Empfangen für sie so etwas Unannehmbares und Außergewöhnlich ist und für sie viel zu verbindlich wirkt. Wenn man jemanden, der Dankbarkeit nicht kennt, eine Geschenk reicht, ist es als wurde man in das Gesicht eine Diebes blicken, dem man auf frischer Tat ertappt hat. So ist die Reaktion auf ein Gabe. "Unvorstellbar!", würde man sich vielleicht denken: "Was für primitive Leute! Ein Geschenk nehmen sie stolz nicht an und in der Nacht stehlen sie gierig, das was man ihnen frei gegeben hätte." Doch vorsichtig muß man mit solch einem Gedanken sein, sehr vorsichtig und sich diese Angelegenheit erst man für die "entwickelten" Leute durchdenken und vor allem für sich selbe reflektieren.

Menschen die nahe der Natur leben, habe die Natur als ihren Spender, ihren Gönner und es ist, wenn sie noch unverdorben sind, so, daß sie diesem Spender sehr wohl Anerkennung, Dankbarkeit und Opfer bringen. Das ist die Ausgewogenheit Jener, die wir gemein als primitives Naturvölkerverhalten ansehen, die Bäume und Naturgeister verehren, ihnen Opfer bringen und sich in dieser Weise um einen Ausgleich, Dankbarkeit und Demut bemühen. Sie nehmen und sie geben, ihn ihrem System. Heute ist diese System jedoch zerstört, verdorben und durch "moderne" Einflüsse verwirrt. Doch die Gier und das Verlangen sind nach wie vor vorhanden, nur findet keinerlei bewußter Ausgleich mehr statt. Das der Wald und die balancierte Natur rasend verschwindet, wird wohl keinem entgangen sein. Der Gönner, "die Mutter", wird nach und nach aufgefressen, unbemerkt der Auswirkungen auf einen selbst. "Die bösen Anderen...!" fällt einem da gleich wieder ein.

Weit weg scheint dies alles für uns, doch dies ist nur deshalb, weil wir ebenfalls mitten im Wald stehen und daher die Bäume nicht sehen.

Wie steht es nun um die "moderenen" Menschen? Hat sich da irgend etwas geändert? Sind ihre Verhaltensweisen anderes? Nein, und wenn man es genauer betrachtet, sind sie noch viel schlimmer, gewissenloser und vollkommen von einer gesunden ausgewogenen Tradition entfernt und entwurzelt. Sie sind sogar stolz auf ihre Errungenschaften und das was sie Freiheit nennen. Kaum ein Urwald und seine Bewohner sind in so einem erbarmungslosen Wettstreit ums Werden, Wachsen und Bekommen verstrickt, wie die "urbane" Welt. Das "moderne" Verhalten geht sogar über diese "unvorstellbare" Verhalten der einfachen aber entwurzelten Menschen hinaus. Wir sehen es im Allgemeinen sogar so an, daß wie der Gaben würdig sind, daß wir ein Recht darauf hätten Dinge zu bekommen und wir nehmen Dinge ganz ungeniert entgegen, solange sie dem Stillen unserer Begierde dienen. Wir verkaufen uns gegenseitig "Rechte", die wir selbst nicht einmal haben, weil es sie in dieser Weise gar nicht gibt. Neben diesem generellen konsumieren, dessen was man uns überall zu trägt (meist ja alles nicht frei gegeben, sondern mit vielen Bedingungen verbunden, die wir natürlich im Moment des Nehmens verniedlichen und negieren), nehmen wir dann auch noch das, was wir klar aus Nehmen erkennen. Vollkommen unmäßig und all dies mit eine erstaunlichen Selbstverständlichkeit und Arroganz."Du bist es wert!", schreit es von der Werbewand und wir fressen den Köder mit Genuß.

Sicherlich sieht man sein eigenes Verhalten nur schwer und kann seine Fehler nur schwer erkennen, und deshalb ist es ja so notwendig und wichtig dieses mit dem Bestreben, Geben zu lernen und geben zu wollen, herauszufinden und sein Wesen zu verstehen und zu ergründen.

Nehmen wir ein Kind her. Du hast das Gefühl, einem Kind einen Kuchen zu schenken. Das Kind, anstatt, daß es den Kuchen dankbar annimmt, sagt dir, daß es diesen Kuchen nicht mag. Wie verständlich ist es heute als "mitfühlend" angesehen, daß man da sofort nach hackt und das Kind fragt: "Ah! Was möchtest du den sonst haben? Magst du vielleicht ein Eis?" In dieser Weise wird man in der "modernen" "mitfühlenden" Welt erzogen. Das nenne wir Mitgefühl: Wir helfen und gegenseitig unsere Begierden zu stillen. Was wären das für Leute, die nicht auf die Wünsche und Begierden des Kindes eingehen würden: Hart, Mitgefühlslos, Kalt... "das ist doch nur/noch ein Kind" ...oder um das Kind wirklich besorgt, wenn es mal keinen Kuchen und kein Eis mehr alltäglich zu bekommen gibt? Wir sind nicht anderes als das Kind und der "Konsumgeist" weiß unsere Schwächen zu schätzen und zu nutzen. Ach wie fühlen wir uns heute unabhängig und frei, *klick* *klick* *klick*... alles gibt"s umsonst und wenn man den Jungel kennt, fehl es einem an nichts. Doch dieser Urwald wird enger, so wie der Wald im Außen umkämpft ist, verschwindet, und seine Freiheit verliert, so nehmen die natürlichen Gesetzmäßigkeiten auch in der "modernen" Welt ihren Lauf. Man muß Dinge wohl stets selber gesehen und beobachtet haben: Wie sich Menschen verhalten, wenn die Ressourcen knapp werden und die Gier und Angst die Massen treiben. Ameisenvölker ziehen in die Wälder und versuchen noch das Meiste und das Beste zu ergattern wenn sie hören, daß es eng werden könnte. Erzählst du ihnen von Bescheidenheit als Lösung, sehen sie nur die Gefahren für sich aber nicht den Weg den man damit anzeigt. Der Wald ist für alle da und wir haben ein Recht auf unseren Anteil und so wird der Wald zum Krisengebiet. Wir leben in einer sehr schnelllebigen Welt, so schnelllebig, daß es vielleicht schon wieder zu schnell ist um Dinge zu beobachten. Nehmen wir den Wald Internet her. Vor kurzem noch ein unkultivierter Platz, wo Dinge einfach wild wuchsen, wird er nach und nach vereinnahmt, in Besitz genommen, gerodet, kultiviert, Verdinglicht, Geregelt und mit der Ausrichtung auf Ertrag bebaut.

Kennt ihr noch die Tage, an denen man dankbar aus diesem Wald nachhause gekommen ist und sich über die Früchte freute? Kennt ihr noch die Tage, wo man sich zwei Stunden Zeit genommen hat, und eine email beantwortet hat, oder sich für eine Service bedankt hat? Oder vielleicht gar die Tage, wo man von einem Brieffreund in Afrika eine Brief erhalten hat?

Alles heute leichter, schneller, frei und unverbindlich und Bedarf alles keiner Anerkennung und Dankbarkeit. Da ist kein Ausgleich notwendig, so ist das heute. Und wer sollte es den sein, der der gibt? Wo kommen all die Dinge her? Aus der Steckdose und dem Lan-kabel? Oder am Ende wieder aus dem Wald? Vielleicht sogar von Leuten, die etwas Bekommenes teilen? Nein: Das email kommt aus dem Servicecenter von einem Teilzeitbeschäftigten, der seinen verdienten Lohn bekommt. Gehen wir am Ende undankbar stets neue zahlreiche Verbindlichkeiten ein, die wir in keiner Weise vergüten und uns damit ungeahnt verpflichten?

"Schrecklich, so eine Verbindlichkeit möchte ich niemals eingegehen müßen. Da geh ich doch lieber meine eigenen Sachen nehmen, besorgen und bleib unabhängig." "Welche denn? Von wo denn?" In dem modernen Tagen hat man ausgeklügelte "anonyme" Systeme geschaffen, um ihre Aufrechterhalter frei von Gewissensbissen zu halten, doch das dies eben nur künstliche Scheinwelten sind, erkennen wir an den noch nie da gewesenen Erscheinungen der körperlichen aber auch mentalen Krankheiten moderner Menschen. Krebs frißt sie auf, Zuckerkrankheit macht ihnen den Alltag schwer, Depressionen, traumatische Erscheinungen, usw... Dinge die man unter den "primitiven" Menschen nicht finden wird. Dort passiert es gewöhnlich anderes und dennoch in selber Weise, wenn jemand die Grenzen übertritt und z.B. einen Baum ungefragt fällt. Bei uns denkt man, es gibt so etwas wie "von Dämonen besessen" nicht. Doch das Wesen und die Ursache ist das selbe. Wir mögen es heute Krankheiten nennen, was einfache Menschen, als von Geistern bewohnt nennen, aber deren Ursache liegt an der Unausgeglichenheit im Gewissen, daß Wesen offen für den Befall von Krankheiten (Dämonen) macht.

Und was tun wir heute gegen Krankheiten? Wir versuchen die Symptome los zu werden, aber nur selten die Ursache. So ein Tablette die schnell hilft, auch wenn sie wieder aus dem Wald genommen ist, als selbstverständlich verstanden wird, etwas das einem zusteht und wieder Verbindlichkeiten schafft, ist nun mal angenehmer als sich mit den Wurzeln der Krankheit zu befassen und damit zu beginnen weniger zu nehmen jedoch bestrebt sein, einmal etwas geben zu können oder sich zumindest um einen gewissen Ausgleich zu bemühen. Doch auch das "auf Kredite leben", ist eine Entwicklung der modernen Zeit, als könnte man der Rückzahlung entgehen. Da installieren wir uns doch lieber ein Freidownload Virenprogramm, als das wir uns mit unseren Surfverhalten und Interntnutzverhalten auseinander setzen. Wo Wollende da Geber. Wovon die Geber wohl leben? Jetzt stell man sich einmal vor, daß man von einem Freund einen selbst gebastelten Texteditor geschenkt bekommt und der Nachbar mit Google-chrome (nur beispielhaft angeführt) die Fülle aller Texteditoren der jetzigen Generation genießt? "Was, und für das soll ich auch noch danke sagen? Das bekomme ich gratis in einer tausend mal besseren Qualität." Na vielleicht schaffen wir es sogar zu einem belächelnden "Ohh Danke!" Und was denkt sich der Eingeborene, wenn du ihm ein paar Früchte schenken möchtest? "Ohh wenn der wüßte, wo es die guten und süßen in Hülle und fülle gibt. Die hole ich mir gratis, wann immer ich will." Vielleicht kann man jetzt schon ein bisschen die Tiefgründigkeit diese Themas sehen, und es wäre sehr ungeschickt, wenn man diesen Teil des Pfad den man durchwandern muß, denkt gleich umgehen zu können, obwohl man ihn noch nicht einmal annähernd kennt.

All zu gerne bastelt man sich wieder sein "das steht mir zu"-Modell und versuchst sich in gefakter Gleichmütigkeit die nichts anderes ist als der Versuch sich mit den Wurzeln erst gar nicht zu befassen. "Geerbt hab ich"s, es ist mein eigener früherer Verdienst", als ob die Welt voller reicher Erbkinder wäre. Da ist schon ein Unterschied zwischen vererbt oder jahrelang auf Kosten anderer angehäuft. Auch das ist ein Erbe, aber es zu tragen ist nicht von Freiheit geprägt und aus diesem Kreislauf kommt man als Konsumierer niemals heraus. Mag der Wald auch noch so groß und nachhaltig erscheinen, Nehmen erleichtert das Gewissen nicht, doch annehmen von dem was frei gegeben ist gibt, durch das Erkennen von Großzügigkeit, ein Vorbild: Das Dinge letztlich möglich sind und auch anders funktionieren können. Zuerst müssen wir zu einem Punkt kommen, wo wir es schaffen Geben und Nehmen in der Wage zu halten, und wenn wir diesen Punkt erreicht haben, können wir auch Auskosten wie es gar wunder wirkt, mehr los zulassen als wieder an- und aufzunehmen.

Wenn man das Ganze anderen vor Augen führt, oder sagen wir, sich selbst vor Augen führt, wenn wir dem "primitiven" Eingeborenen sagen, daß er stiehlt und wenn ihm das bewusst wird, dann ist dennoch selten mehr zu erwarten, als das er sich schämt und in sein Selbstmiteid flüchtet. Er kommt aus seinem Sklavendasein nicht heraus. Lieber dient er für Eons, als damit zu beginnen, sich frei zu machen. Gospels (Leidgesänge und kurzweiliges Vergnügen) ist alles was seinen Alltag erträglich macht, doch es reicht ihm anscheinend vollkommen aus. Es gibt da eine Satz, der leider in der jüngeren Geschichte falsch verwendet wurde und zu großem Leid geführt hat. Aber es ist ein Satz, der viel Wahrheit birgst und auch die Lösung aus dem Problem. Schaudern tut es uns meist, wenn wir jemanden sagen hören "Arbeit macht frei" (hier auch eine Erzählung, die das gut darstellt: "To Engage In Undertakings Of A Righteous Action Is Most Blissful (rechte Anstrengung)/

Wenn nach dem Tod alles vorbei wäre, würde Schulden machen ja das Klügste sein. Es gibt schon einen guten Grund, warum man das ja all zu gerne nicht annehmen mag. Auch "Buddhismus" ohne Wiedergeburt wird ja heute gerne konsumiert. Ob Glaube Naturgesetze, Ursache und Wirkung ändern kann, sei dahingestellt und wir probieren es ja nicht zum ersten Mal, aber vielleicht zum letzten mal in anderer Weise aus.

'Erwecket das Heilsame!'

Nur geschickte Handlung (Arbeit) macht frei.

(jb, 14.2.2013)

Eine einfache Übersetzung ins Englische finden Sie hier