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Steyrer, Kurt#


* 3. 6. 1920, Linz

† 16. 7. 2007, Wien


Arzt und Politiker


Nach der Matura zum Arbeits- und Militärdienst einberufen, begann Steyrer während des Krieges in Wien und Prag Medizin zu studieren (Promotion: 1945). Nach Spitalspraxis erfolgte seine Ausbildung zum Dermatologen im Wiener Rudolfspital. Neben seiner Praxis arbeitete er als Ambulanzarzt der Wiener Gebietskrankenkasse (1951-1958) und als Betriebsarzt (1952-1981). Seit 1945 war er auch Funktionär der Wiener Ärztekammer. Entsprechend der Familientradition - der Großvater Josef Gruber war Landeshauptmannstellvertreter in Oberösterreich und 1930-1934 Bürgermeister von Linz - trat Steyrer 1946 der SPÖ bei und wurde Obmann der Sozialistischen Ärztevereinigung. 1975 übernahm er ein Nationalratsmandat. 1981 wurde er Minister für Gesundheit und Umweltschutz. Ende 1985 trat er zurück, da ihn seine Partei als Präsidentschaftskandidaten aufgestellt hatte. Er unterlag gegen Kurt Waldheim im 2. Wahlgang mit nur 46,1 Prozent der Wählerstimmen. 1986 übernahm Steyrer ein Gemeinderatsmandat in Wien, 1988 zog er sich völlig aus der Politik zurück.



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992