unbekannter Gast

Gerüstbau#

Ein Gerüst ist eine vorübergehende und wiederverwendbare Hilfs- und Schutzkonstruktion für Gebäudearbeiten an Fassade, Dach und Innenbereich. Es besteht aus standardisierten Gerüstbauteilen aus Holz, Aluminium oder Stahl. Da ein Gerüst ArbeiterInnen, Arbeitsmaterial und Arbeitsmaschinen tragen muss, gibt es je nach Einsatz unterschiedliche Gerüstbautypen, wobei sogenannte Lastklassen unterschieden werden. Ein Gerüst für Spenglerarbeiten am Dach kann also wesentlich einfacher ausgeführt sein, als eines für Natursteinarbeiten an der Fassade. Ein Gerüst soll nicht nur ArbeiterInnen vor einem Absturz oder vor herabfallenden Teilen schützen sondern im Bedarfsfall auch PassantInnen.

In der Regel beinhaltet die Leistung einer Gerüstbaufirma Anliefern, Aufbau, Vorhaltung, Demontage und Abtransport. Diese Leistungen werden im Gerüstbauvertrag geregelt. Viele Firmen planen auch individuelle Gerüste, andere bieten einen Gerüstverleih an.

Europaweit gelten für Arbeitsgerüste die Euronormen EN 12810 bzw. EN 12811.

Es gibt verschiedene Gerüst-Typen z. B.: Fassadengerüste (z. B. für Mauer- und Betonsanierungen, Montagearbeiten); Plateaugerüste (z. B. Verkleiden von Decken und Wänden); Industriegerüste stehen für maximale Sicherheit im Industriebau; Treppentürme werden bei überdimensionalen Bauwerken oder umfangreichen Materialtransport zusätzlich zum normalen Gerüst errichtet; Kirchengerüste für Restaurierungen historischer Gebäude, zusätzlich mit Fangnetzen ausgestattet; Dachfanggerüste für Arbeiten am Dach; Passagengerüste ermöglichen ungestörten Durchgang von Passanten; Eventgerüste bei Festen und Open-Air-Veranstaltungen; Rollgerüste sind mobile Gerüste für Höhen bis zu 12m.

Unternehmen#

Artikel#