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Zimmerei#

Wilhelm Tell meinte zwar: „Die Axt im Haus erspart den Zimmermann“, doch wer Friedrich Schiller nicht so ganz glauben möchte ist gut beraten, sich an den Fachmann zu wenden. Dieser verfügt schließlich über eine mehrjährige Berufsausbildung, sei es als Lehre oder an einer Höheren Technischen Lehranstalt.

Auch das alte Brauchtum der „Walz“, der beruflichen Wanderjahre, wird noch immer gepflegt, auch wenn heute geschätzt nur noch einige hundert Zimmerleute pro Jahr in Europa und Übersee unterwegs sind, leicht zu erkennen an ihrer besonderen Tracht mit Schlaghose, Schlapphut, Stenz und Bündel.

In früherer Zeit war allerdings jeder Hausbauer zwangsläufig auch Zimmermann, da er sich sein Haus ja meist selbst aus Holz zimmern musste. Erst als sich später die Berufe mehr und mehr spezialisierten, entstand auch ein eigenständiges Zimmererhandwerk, dessen Blütezeit in das Mittelalter mit seinen städtischen Fachwerkbauten fiel.

Heute versteht man unter einer Zimmerei einen Betrieb zur Herstellung von Bauwerken aus Holz, Holzkonstruktionen und Bauteilen wie z.B. Treppen, aber auch Teilen der Dachdeckung. Neben Vollholz als dem hauptsächlich eingesetzten werden jetzt auch andere Plattenwerkstoffe und Kunststoffe, ja sogar Aluminium verarbeitet.

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