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Saatzucht Gleisdorf GmbH

Bezeichnung der Firma
Saatzucht Gleisdorf GmbH
Organisationsform
GmbH
Gründungsjahr
1984
Geschäftsbereich
Züchtung von neuen Maishybriden, Ackerbohnen und Ölkürbissorten, Ergänzungszüchtung und Saatgutproduktion
Stichworte / Themen
Ackerbau
Anbau
Adresse
Am Tieberhof 338200 Gleisdorf
Basierend auf Daten der Plattform technologie.at, mit Unterstützung der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG. Es werden Unternehmen mit Sitz in der Steiermark vorgestellt, unabhängig von einem etwaigen Mutterkonzern oder anderer Filialen.

Unternehmensprofil#

Das traditionelle heimische Pflanzenzuchtunternehmen mit Standort Gleisdorf forscht seit über 60 Jahren im Auftrag der Landwirte und deren Anforderungen an leistungsfähige, ertragsstarke Sorten. Dabei wird einerseits die biologische Vielfalt gefördert und erhalten und andererseits Sorten und Pflanzen mit besseren Eigenschaften entwickelt. Dabei sollen Sorten gezüchtet werden, die den Landwirten eine optimierte Nutzung der Pflanzen auf allen Stufen einer Produktionskette ermöglichen. In den letzten zwei Jahren wurden die Züchtungs- und Forschungsprogramme erweitert und ausgebaut. Die Infrastruktur der Saatzucht Gleisdorf wurde total modernisiert – neue Klimaräume, Saatgutaufbereitungsanlagen und Räume für die Pflanzenzüchtung wurden neu geschaffen.

Am Standort Gleisdorf wird auf 25 Hektar die Züchtung von Mais, Ölkürbis, Ackerbohne, Sojabohne, Körnerhirse und Zwischenfrüchten sowie die Produktion von Züchter(Basis)-Saatgut durchgeführt, wobei in den letzten Jahren die einzelnen Zuchtprogramme erweitert und den künftigen Marktanforderungen entsprechend angepasst wurden, und nationale wie internationale Forschungsprojekte im Rahmen der Pflanzenzüchtung umgesetzt.

In verschiedenen österreichischen Anbaugebieten (aber sogar auch in Chile, Mexico bzw. Teneriffa zur Verkürzung des langen Züchtungsweges) werden weitere Anbauflächen zur Prüfung, Selektion und Produktion von Ausgangssaatgut einbezogen. Außerdem findet auch ein reger Prüfungsaustausch mit ausländischen Züchtungsfirmen statt.

Am Beginn der Erfolgsgeschichte des Betriebes stand im Jahr 1948 - kurz nach dem II. Weltkrieg - die Ankurbelung der Produktion von Lebensmitteln und deren Verteilung an die notleidende Bevölkerung und so entschlossen sich die damaligen Initiatoren, HR DI Heinrich Hornich, OLR DI Walter Czerwinka und Ing. Fritz Mayer, zur Errichtung einer eigenen Saatzuchtanstalt in der Steiermark. Neben dem Züchtungsschwerpunkt, nämlich der Entwicklung von Maishybriden, wurden Hirse, Sirk, Stangenbohnen, Tabak, Ackerbohnen und Ölkürbis in die züchterische Arbeit aufgenommen und ausgebaut. Wohl allen ein Begriff: Die 1969 zugelasssene Sorte „Gleisdorfer Ölkürbis“.

Die Entwicklung neuer, leistungsfähiger Gleisdorfer Sorten stand auch weiterhin Im Mittelpunkt des Zuchtprogramms wie z.B. im Jahr 1993 die Zulassung der weißblühenden und tanninarmen Ackerbohnensorte Gloria. Diese und weitere Sorten wurden erfolgreich auf den Märkten in Österreich, Deutschland, Frankreich und Skandinavien verkauft. Ebenso erfolgreich waren die Maissorten Levanta, Monika und Musinia, die in den Jahren 1992 - 1997 zugelassen wurden.

Ein weiterer Schritt in der internationalen Züchtungszusammenarbeit erfolgte durch den Beitritt der Saatzucht Gleisdorf zur IG Pflanzenzucht mit Sitz in München in dieser Zeit.

In den Jahren 2012 - 2014 wurden am Standort Gleisdorf maßgebliche Investitionen von über 1,8 Mio Euro vorgenommen und im Oktober 2014 neu eröffnet.