Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. Ihre Nachricht (optional mit Ihrer E-Mail):
unbekannter Gast

Die Entwicklung heraldischer Normen im Heiligen Römischen Reich und in der Habsburgermonarchie#

Michael Göbl

Überblickt man die 900 Jahre seit der Verbreitung der Wappen so sind mehrere Phasen ihrer Entwicklungen feststellbar. In der Frühzeit waren Wappen etwas Selbstverständliches, ein Gebrauchsgegenstand des ritterlichen Alltags, der sich zunächst nur auf den Schild beschränkte. In weiterer Folge kamen dann noch weitere Elemente, wie Helm und Helmzier hinzu, womit dann das Vollwappen entstanden war. Mit der weiteren Verbreitung ging auch das Bedürfnis nach Regelungen einher. Im 14. Jahrhundert kam es zu den ersten Festlegungen der Verleihungspraxis, wie Wappen vererbt werden konnten und wie sie auszusehen hätten. Schließlich erlangte die kaiserliche Reichskanzlei die Vorherrschaft über die Ausstellung der Adels- und Wappenbriefe und bestimmte in weiterer Folge die Gestaltung der farbigen Abzeichen. Manifest wird diese Entwicklung in der Schaffung einer Stelle für Wappeninspektoren oder Wappenzensoren im 18. Jahrhundert.

Die beiliegende Studie basiert auf einem Vortrag beim HEROLD - Verein für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften zu Berlin. Überarbeitet und abgedruckt im Herold Jahrbuch 19. Band 2014

herold_jb_2014_göbl.pdf