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Grabschmuck#

Der Brauch zu Allerheiligen und Allerseelen die Friedhöfe zu schmücken, scheint in Wien zurückzugehen. 2012 waren manche Gräber prächtig geschmückt - mit Blumen, Gebinden oder Kunstblumen -, andere trugen Halloween-Dekorationen, aber oft brannten nicht einmal Kerzen. Es ist üblich geworden, Gegenstände wie Engelsfiguren oder Spielzeug auf die Gräber zu stellen.

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Einigen Pflanzen spricht der ORF-Gartenexperte Karl Ploberger besondere Bedeutung zu: Die Eibe (Taxus), die man am häufigsten auf Friedhöfen findet, ist ein Zeichen der Unsterblichkeit. Ebenso steht die Chrysantheme (Chrysanthemum) für Ewiges Leben. Die robuste Zwerg-Kiefer (Pinus mugo) gilt im alpinen Raum als Symbol für Freundschaft und Ehe. Eriken (Calluna, Erica) werden mit der Familie in Verbindung gebracht. Beim dreifärbigen Stiefmütterchen (Viola tricolor) denken Christen an die Dreifaltigkeit. Jedoch findet es sich auch auf Grabsteinen und -stätten von Mitgliedern des 1887 in Wien gegründeten Vereins der Konfessionslosen. Die Stechpalme (Ilex) soll - in Erinnerung an die Dornenkrone Christi - starken Glauben symbolisieren. Der immergrüne Efeu (Hedera helix) steht nicht nur für die Ewigkeit, sondern, so Ploberger, auch für Treue und Ruhm.

Dass es auch beim Grabschmuck Moden gibt, zeigt ein Besuch auf dem Döblinger Friedhof zu Weihnachten 2019:

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Quelle:
Symbolpflanzen publiziert 2.11.2018

Bilder:
Geschmückte Gräber auf dem Döblinger Friedhof, Allerheiligen 2012 und Weihnachten 2019. Fotos: Doris Wolf