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Schawuot#

Bild 'Schawout'

Das christliche Pfingstfest am 50. Tag nach Ostern weist starke Ähnlichkeit mit dem älteren jüdischen Fest Schawuot auf. Zu Pessach dankte man in Israel für die Erstfrüchte der Ernte und opferte im Tempel einen Omer (ca. 400 Liter) Gerste. Es folgten sieben fröhliche Wochen bis Schawuot, dem Erstlingsfest des Weizens. Die beiden Wallfahrtsfeste sind mit der Erinnerung an geschichtliche Ereignisse verbunden. Während Pessach als Fest der körperlichen Befreiung gilt, symbolisiert Schawuot die geistige Befreiung und feiert die Gesetzgebung auf dem Sinai. (Ex 20,2-21, Dtn 5,1-22) Die Zehn Gebote sind Zentrum und Inbegriff der Tora (Weisung) für das Verhalten gegenüber Gott und den Mitmenschen. Im Gegensatz zu anderen Festen hat Schawuot kein eigenes Symbol. Es ist nur üblich, Häuser und Synagogen mit Blumen und grünen Zweigen zu schmücken.


Quelle: Wolfgang Walter: Meinen Bund habe ich mir dir geschlossen. München 1989. S. 50 f.

Bild: Philipp Schumacher: "Gott verkündet den Israeliten seine Gebote" Aus: Wilhelm Pichler, Katholisches Religionsbüchlein. Wien 1913