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Wetterpflanzen#

Sonnenblume
Pflanzen verändern ihr Aussehen durch Feuchtigkeit, Wärme und Sonneneinstrahlung, manche wurden deshalb zu Wetterpropheten, außer der Wetterdistel Gerste, Hafer oder Ringelblume. Andere galten als "Zeigekräuter", wie Aaronstab, Königskerze, Seidelbast, wobei die Verteilung der Blüten eine Analogie zur Ernte darstellen sollte. Manche sollten Gewitter abwehren, wie Arnika, Brennnessel, Buche, Hasel, Hauswurz, Johanneskraut oder (geweihte) Palmkätzchen. Hingegen standen einige rot blühende Blumen im Ruf, Blitze anzuziehen und wurden daher nicht ins Haus gebracht, wie Ackerskabiose, Alpenrose, Karthäusernelke oder Mohn


Quellen:
Beitl: Wörterbuch der deutschen Volkskunde. Stuttgart 1974. S.964 f.
Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Berlin 1941/1987. Bd. 9/Sp. 512 f.

Bild:
Sonnenblume. Foto. Doris Wolf