Basilika Sonntagberg#
Sondermarke#
Wallfahrtsort mit Geschichte
Das diesjährige Motiv der Serie „Kirchen in Österreich“ präsentiert die markante und weithin sichtbare barocke Wallfahrtskirche am Sonntagberg in Niederösterreich.
Von der hoch auf dem Rücken des Sonntagbergs gelegenen Pfarr- und Wallfahrtskirche, die der Heiligen Dreifaltigkeit und dem Erzengel Michael geweiht ist, bietet sich ein sehenswerter Ausblick auf das umliegende Mostviertel. Die Gründungslegende erzählt vom sogenannten Zeichenstein, an dem Gott einem Hirten im Traum erschienen sein soll. Um 1440 ließ der Abt des Stifts Seitenstetten an jener Stelle eine erste Kapelle erbauen, die wegen des großen Ansturms an Pilgern bald durch eine spätgotische Kirche ersetzt wurde. Von 1706 bis 1732 wurde die heutige barocke Kirche mit den beiden mächtigen Türmen nach Plänen von Jakob Prandtauer und Joseph Munggenast errichtet, die farbenfrohen Wand- und Deckenfresken stammen vom Barockmaler Daniel Gran. 1729 wurde die Kirche geweiht, 1964 wurde sie zur Basilika minor erhoben.
Das Gnadenbild einer Dreifaltigkeitsdarstellung auf einer Kupfertafel aus 1614 steht im Zentrum des Hochaltars, der von 1751 bis 1757 vom Tiroler Baumeister Melchior Hefele geschaffen wurde. Gehalten wird das Gnadenbild in seinem prachtvoll ziselierten Rahmen von zwei Engeln des Bildhauers Jakob Christoph Schletterer. Auch der historische Zeichenstein ist in der Kirche zu sehen. Das Museum Schatzkammer Sonntagberg beherbergt unter anderem zahlreiche Votivgaben sowie Priestergewänder und gibt Einblick in die Geschichte der Wallfahrten auf den Sonntagberg.

