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Olga Wisinger-Florian – Sommerabend, 1896#

Sondermarke#

Briefmarke, Olga Wisinger-Florian – Sommerabend, 1896
© Österreichische Post

Briefmarke, Olga Wisinger-Florian – Sommerabend, 1896
© Österreichische Post

Natur und Kunst

Mit der vielseitigen Künstlerin Olga Wisinger-Florian, die vor 100 Jahren verstarb, startet die neue Serie „Kunst aus Österreich“.

Olga Wisinger-Florian wurde 1844 in Wien geboren. Sie war Konzertpianistin, nahm privaten Malunterricht, u. a. beim Landschaftsmaler Emil Jakob Schindler, und wurde bald zu einer der wichtigsten Landschafts- und Blumenmalerinnen Österreichs. Ab den 1880er-Jahren konnte sie mit ihren Bildern Erfolge erzielen und Auszeichnungen erringen, zu ihren Kunden zählten der Adel und sogar das Kaiserhaus. Zudem war sie Gründungsmitglied der Ausstellungsgemeinschaft „Acht Künstlerinnen“ und förderte weibliche Kunstschaffende. Gesundheitliche Probleme führten 1913 zu ihrer Erblindung, 1926 verstarb sie.

Gärten, Blumen und Landschaften waren ihre Hauptmotive. Bis etwa 1900 waren ihre Werke vom lyrischen Naturalismus geprägt, sie stellen die idyllische Schönheit und Farbenpracht der Natur dar. In späteren Werken zeigt sich der Einfluss des Impressionismus, Lichteffekte und Farbstimmungen haben Vorrang vor der realistischen Wiedergabe. Beim Malen verwendete sie Borstenpinsel und mischte die Farben erst auf der Leinwand. Sie setzte Verkürzungen und Fluchtperspektiven ein, scheinbare Farbkleckse werden bei Betrachtung aus der Ferne zu Blüten. Die Künstlerin malte unermüdlich, bis ihr Augenlicht nachließ, und war eine der wenigen Frauen, die um 1900 in der Kunstwelt reüssieren konnten. „Sommerabend“ aus 1896, eines ihrer bekanntesten Gemälde, trägt den Untertitel „Es ist die Zeit der Rosenpracht“ und ist Teil der Leopold Privatsammlung.