Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. Ihre Nachricht (optional mit Ihrer E-Mail):
unbekannter Gast

Burg Hartenstein#

Bezirkshauptmannschaft: Krems Niederoesterreich, Krems

Gemeinde: Weinzierl am Walde Niederoesterreich, Weinzierl am Walde

Katastralgemeinde: Nöhagen Niederoesterreich, Noehagen



Die Burgruine und ein moderner Anbau liegt ca. 3 Kilometer von Nöhagen im Tal der Kleinen Krems. Imposanter Anblick, sie liegt auf einem Felsen, der 70 Meter hoch ist. Weitläufige Anlage aus dem 12.-15. Jh. auf steigendem Gelände. Der Zugang zur Ruine erfolgt über eine Brücke im Süden der Anlage. Neugotischer Umbau der Vorburg, dreigeschoßig mit flankierenden Rundtürmen.

Innen Badekabinen, Schwimmhalle mit Galerie und Wintergarten. Teilweise ist auch die Ausstattung vom Umbau 1892-96 erhalten. Vom Vorwerk umschlossen ist der Bergfried, auch erhalten ein frei stehend, wuchtiger runder Turm aus ca. 4 Meter dickem Bruchsteinmauerwerk, mit Zinnenbekrönung, Spitzbogenfenster mit Hausteingewänden, Rechteckschlitze.

Nördlich der Hauptburg hohe Umfassungsmauer. Im Nordenein hoher, die Anlage überragender Rundturmaus dem 13. Jh., der in die Umfassungsmauer eingestellt ist. Südlich der Umfassungsmauer langer ehem. dreigeschoßiger Trakt mit östlich anschließender Obergeschoßkapelle.

Im ehem. Kapellenraum Reste von Wandmalerei. Es handelt sich um eine Gründung der Kuenringer urk. 1187 mit Heinricus de Hertensteine. Im 14.-15. Jh. Besitz der Herren von Maissau, danach oftmaliger Besitzerwechsel. Im 17. Jh. beginnender Verfall. 1726 Besitz der Grafen Gudenus, im 19. Jh. wurden die Türme als Schüttkasten verwendet. 1892-96 Umbau der Vorburg zur Adaptierung als Kaltwasserheilanstalt, die bis ins Jahr 1938 in Betrieb war.


Eigentümer: Peter Kotauczek bzw. seine Firma BEKO übernahmen die Anlage 1993. Sie ist nach entsprechenden Umbauten der Sitze des IHI.




Der Text und die Literaturangaben sind aus dem Buch 'Österreichisches Burgenlexikon - Schlösser, Burgen und Ruinen' (1991) von Georg Clam Martinic übernommen, und wurden leicht aktualisiert.

Literatur#

  • Dehio Niederösterreich, Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich nördlich der Donau, bearb. von Evelyn Benesch, Bernd Euler-Rolle, Claudia Haas, Renate Holzschuh-Hofer, Wolfgang Huber, Katharina Packpfeifer, Wien 1990. Seite, 801