Empire bis Biedermeier#
In der Zeit des Biedermeier wurden tagsüber hochgeschlossene Kleider oder ein separates Oberteil, eine Taille, mit separatem Rock getragen; im Sommer konnte ein gerade geschnittener oder ovaler Ausschnitt bis über die Schultern reichen.
Charakteristisch für die Zeit des hohen Biedermeiers (1825-35) war die enge, mittels Korsett geschnürte Taillie, die überweite, unterhalb der Schulter angesetzte Keulenärmel optisch noch schmäler erscheinen ließ. Der Rock war mäßig weit, wurde von Unterröcken gestützt und blieb fußfrei.
Bei Mädchen durfte der Rock kürzer, etwa wadenlang, sein. Darunter kamen die weißen, spitzenbesetzten Pantalettes zum Vorschein.
In den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts kam es zu weiteren Veränderungen in der Damenmode. Seit 1842 wurde die Krinoline, ein mit Rosshaar verstärkter, schwerer Unterrock, getragen, der dem Rock eine Kuppelform gab. Zwischen 1848 und 1868/69 beherrschte die Krinoline die gesamte Modesilhouette. Zur Krinolinenmode typisch gehörte der kunstvolle Nackenknoten, der Chignon, sowie als Kopfbedeckung die Capot oder im Sommer ein breitrandiger Strohhut.