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Österreichisches Museumsgütesiegel, © http://www.museumsguetesiegel.at

Akademie der bildenden Künste Wien, Gemäldegalerie#

1010 Wien, Schillerplatz 3 1010 Wien, Schillerplatz 3


Die Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste und die 1692 gegründete Wiener Akademie sind in ihrer Geschichte untrennbar verbunden. Die Akademie entwickelte sich unter dem Schutz und mit der Förderung des Kaiserhauses zur zentralen Kunstbehörde der Donaumonarchie. Ihr Gemäldebestand diente vor allem als Lehrbehelf mit Vorbildcharakter. 1822 schenkte Anton Graf Lamberg-Sprinzenstein, der letzte große Kunstsammler der Monarchie, seine kostbare Kollektion der Akademie. Diese sollte die Gemälde für jedermann zugänglich machen und pflegen. Die "Gräflich Lamberg’sche Gemäldegalerie der Akademie der schönen bildenden Künste" war das erste öffentlich zugängliche Kunstmuseum Österreichs. 1877 wurde sie im ersten Stock von Theophil Hansens historistischem Akademiegebäude am Schillerplatz untergebracht und ist bis heute eine der drei bedeutendsten Sammlungen alter Meister in Wien. Zu den Highlights zählen "das Jüngste Gericht" von Hieronymus Bosch, Werke von Botticelli, Lukas Cranach d. Ä., Tizian und Rubens, von Rembrandt und seinen Zeitgenossen des Goldenen Zeitalters der holländischen Malerei, von Luca Giordano, Tiepolo, Guardi und den Malern des Wiener Klassizismus um 1800.

Zum 325-Jahr- Jubiläum 2017 begann die Komplettsanierung des Gebäudes. Rund 40 Mio. Euro netto kostet das dreijährige Unterfangen, das je zur Hälfte vom Gebäudeeigentümer, der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), und vom Wissenschaftsministerium finanziert wird. Türen, Böden, rund 720 Fenster und die Leitungen werden in Stand gesetzt. Die Gemäldegalerie kann während des Umbaus Räumlichkeiten im Theatermuseum für Ausstellungen nutzen. Der Hauptstandort der Akademie ist in den Räumlichkeiten der ehemaligen Wirtschaftsuniversität in Wien-Alsergrund. In die Augasse übersiedelten das Rektorat, die Institute für Kunst und Architektur, Konservierung und Restaurierung sowie Naturwissenschaften und Technologie, Bibliothek, Archiv und Verwaltung.


Quelle:
Homepage
Umbau, publiziert 22.1.2017

hmw