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Das Rote Kreuz#

von Peter Diem

Die Geschichte der Gründung des Roten Kreuzes ist bekannt: Der schweizerische Schriftsteller Henri Dunant (1828-1910) regte in seiner Schrift „Un souvenir de Solferino" unter dem Eindruck seiner Erlebnisse auf dem Schlachtfeld von Solferino (1859) die Gründung des Roten Kreuzes zur ärztlichen Betreuung von Kriegsopfern an. Auf Dunant geht auch die 1864 beschlossene „Genfer Konvention" zurück. Dunant erhielt 1901 zusammen mit F. Passy den Friedensnobelpreis.

Der Beschluss, als Symbol der internationalen Hilfsorganisation ein gleichschenkeliges rotes Kreuz in quadratischem weißen Feld zu wählen, geht zuvorderst nicht auf ein christliches Motiv zurück, sondern entstand aus der Absicht, das Heimatland Dunants, die Schweiz, durch Umkehrung der Farben des Schweizerkreuzes zu ehren. In einer Reihe von Ländern wird statt des christlichen Kreuzsymbols ein der jeweiligen Hauptreligion angepasstes Zeichen verwendet: die islamischen Länder benutzen den Roten Halbmond, Israel den Roten Davidstern, der Iran bis 1980 "Löwe und Sonne".

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Graf Folke Bernadotte (1895-1948) trat als Präsident des Internationalen Roten Kreuzes dafür ein, als neues einheitliches Symbol das „Rote Herz" einzuführen. Die Ermordung des als UNO-Vermittler in Palästina tätigen Schweden durch jüdische Extremisten vereitelte diesen Plan. Das Rote Kreuz zählt wohl zu den erfolgreichsten und positivsten Symbolen, die die Menschheit je ersonnen und eingesetzt hat.


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An dieser Stelle sei auch das „Österreichische Schwarze Kreuz" erwähnt, ein 1919 gegründeter und 1946 wiedererrichteter gemeinnütziger Verein, der sich der Kriegsgräberfürsorge im In- und Ausland widmet.