Florianikirche (Graz)

Florianikirche

Die Florianikirche ist eine kleine römisch-katholische Kirche im 16. Grazer Gemeindebezirk Straßgang.

Geschichte und Gestaltung

Die dem heiligen Florian geweihte Kirche wurde im Jahr 1597 anstelle eines älteren Vorgängerbaus auf der Spitze des Florianiberges errichtet. Stifterin war Erzherzogin Maria Anna von Bayern, die Ehefrau von Erzherzog Karl II., dem Stifter einiger Grazer Kirchenbauten. Sie ist auf einem Bildnis dargestellt, wie sie dem Baumeister Anweisungen gibt und ihre Tochter Geld an die Armen verteilt. Zu großem Ansehen gelangte das Kirchlein durch einen Brand im ersten Sack (zwischen Hauptplatz und erstem Sacktor gelegen, in der heutigen Sackstraße) im Jahr 1670. Die Legende besagt, dass der Brand durch ein Gebet an den heiligen Florian gelöscht wurde und die Grazer Bürgerschaft gelobte aus Dank eine jährliche Wallfahrt auf den Florianiberg.

Bekannt sind die Stuckaturen des Künstlers Antonio Sereni und die Deckenfresken von Georg Adam Echter, welche Szenen aus dem Leben des heiligen Florians zeigen. Der Hochaltar stammt aus der Rokokozeit und auf ihm befindet sich eine Statue des Kirchenpatrons mit steirischem Herzogshut und bekleidet mit einer Soldatenrüstung, die aus dem Himmel Wasser auf den Sack-Brand gießt. Die Seitenaltäre zeigen Abbildungen von mehreren Heiligen.

Literatur

  • Alois Kölbl, Wiltraud Resch: Wege zu Gott. Die Kirchen und die Synagoge von Graz. 2., erweiterte und ergänzte Auflage. Styria, Graz 2004, ISBN 3-222-13105-8, S. 224.

Weblinks

 Commons: Filialkirche hl. Florian, Straßgang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

47.02021944444415.390802777778Koordinaten: 47° 1′ 13″ N, 15° 23′ 27″ O