Herren von Losenstein

Die Herren von Losenstein waren ein Adelsgeschlecht mit Stammsitz Losenstein in Oberösterreich.

Gegründet wurde es von dem Ministeriale Dietmar von Steyr. Dieser wurde nach dem Tod des letzten Babenbergers in Mannesstamm Friedrich II. Machthaber der landesfürstlichen Herrschaft Steyr. 1252 schloss er mit dem neuen Landesfürsten Ottokar II. von Böhmen einen Vergleich ab, indem er die Herrschaft Steyr abgab und als Abgeltung das Burglehen Losenstein bekam.[1] Ab diesem Zeitpunkt nannten sich Dietmar und seine Nachkommen „von Losenstein“.

Besitz der Losensteiner

Zum jetzigen Wissenstand zählte das Geschlecht der Losensteiner fast 30 Burgen, Schlösser und Palais ihr Eigen (allerdings nicht gleichzeitig sondern mit teils raschen Besitzwechseln). Aus all diesen Burgen sind im Besonderen die drei Hauptburgen "Gschwendt, Schallaburg und Losensteinleithen sowie natürlich die Stammburg Losenstein zu nennen. Neben den Burgen in Österreidch zählten auch vier in Bayern und eines in Nordböhmen zum Besitz.

Die Losenteiner wurden auch oft "Habsburger im Kleinen" genannt, weil sie viele Ihrer Güter, Ländereien und Burgen durch Heirat oder Erbschaft erlangten.

Schallaburg

Nachdem die Losensteiner 1450 die Schallaburg erbten, wurde ein dreiflügeliger Renaissancetrakt errichtet. Im nahen Losenstein gründete Hans Wilhelm von Losenstein eine „Hohe Schule“ für die protestantische Jugend, dadurch wurde die Schallaburg im 16. Jahrhundert zum Zentrum der Protestanten in Niederösterreich.[2]

Einzelnachweise

  1. Siegfried Haider: Geschichte Oberösterreichs; R. Oldenbourg Verlag, München 1987, ISBN 3486540815
  2. Geschichte des Renaissanceschlosses Schallaburg; abgerufen am 2. Okt. 2012